Badener (14) ist jüngster Puppenspieler Österreichs

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Arthur Maschek aus Baden bringt mit 14 Jahren seine selbstgebauten Kasperlfiguren auf die Bühne. Der Jugendliche schreibt seine Geschichten selbst, fertigt Puppen und Kulissen in Handarbeit und tritt regelmäßig auf, so der ORF.

Seit seinem sechsten Lebensjahr steht für Arthur Maschek fest, dass er Puppenspieler werden möchte. Damals baute er gemeinsam mit seinem Vater seine erste eigene Bühne. Heute, mit 14 Jahren, ist der Badener als jüngster Puppenspieler Österreichs mit seiner eigenen Kasperlbande unterwegs und tritt regelmäßig vor Publikum auf.

Seine selbstgebaute Bühne transportiert Arthur zu jedem Auftritt. Der Aufbau dauert rund 45 Minuten, dann erweckt er mit seiner Stimme die Figuren zum Leben. Die Abenteuer von Kasperl und seinen Freunden stammen aus seiner eigenen Feder. „Das Tollste ist natürlich, wenn die Kinder und die Erwachsenen mitgehen, wenn sie lachen oder wenn sie ich dann auch ein bisschen fürchten, wenn der Bösewicht auftaucht“, erzählt der Puppenspieler.

20 selbstgeschriebene Geschichten im Repertoire

In einer Mappe sammelt Arthur alle seine Skripte. 20 Geschichten hat er bereits verfasst, fünf davon führt er regelmäßig auf. Um seine Stücke kindgerecht zu gestalten, arbeitet er mit Fachliteratur über Puppenspiel. Auswendig lernen muss er die Texte nicht – der Großteil wird live improvisiert, je nach Reaktion des Publikums.

Die Bühnenbilder und Requisiten fertigt Arthur in seiner Werkstatt selbst an. Von der ersten Idee bis zur fertigen Kulisse braucht es Geduld und Kreativität. Inspiration findet er in der Natur oder auf Reisen. „Zuerst skizziere ich es mir vor, dann bringe ich das Ganze auf Holz und zeichne mir vor, wo ich mit der Säge schneiden muss. Dann wird es schon bemalt und die Details werden aufgeklebt, also 3D-Elemente wie Bilderrahmen, Moos oder Blumen“, erklärt er seinen Arbeitsprozess.

Puppen aus Pappmaché und Ton

Auch die Puppen entstehen größtenteils in Handarbeit. In seinem Regal stehen neben Kasperl, Fipsi und Großmutti auch zwei Bösewichte. Die Figuren sind aus einer Mischung aus Pappmaché und Ton modelliert. Die Herstellung einer Puppe kann zwischen einem Tag und mehreren Tagen dauern.

Bei den aktuell fünf Figuren soll es nicht bleiben. Bis Ende September plant Arthur, vier weitere Figuren zu bauen. „Es wächst immer weiter, genauso wie bei den Stücken. Es wird monatlich immer mehr“, sagt der 14-Jährige.

Familie unterstützt das Puppentheater

Für sein Puppentheater erhält Arthur Unterstützung von seiner Familie. Vater Stefan Maschek hilft bei der technischen Umsetzung, Mutter Verena Maschek beim Schreiben der Geschichten und Oma Eveline Bauer beim Nähen der Stoffe. Bruder Armin Maschek und Familienhündin Aurora fungieren als Testpublikum für neue Geschichten.

„Ich bin eher von der technischen Seite, muss ich sagen. Von daher ergänzen wir uns jetzt auch sehr gut bei den Aufgaben“, erklärt der Vater. Besonders bei Bühnenkonstruktionen oder gröberen Säge- und Bohrarbeiten unterstützt er seinen Sohn. Gemeinsame Besuche im Baumarkt gehören mittlerweile zum Alltag.

Berufsziel: Professioneller Puppenspieler

Aus einem Kindheitstraum ist für Arthur längst mehr geworden. Blickt er auf seine Anfänge als Sechsjähriger zurück, zeigt er sich stolz: „Ich glaube, der wäre sprachlos. Dass es so groß wird, hätte er niemals gedacht.“

Das Puppenspiel nimmt in seinem Alltag viel Raum ein. Für die Schule wendet er nur so viel Zeit wie nötig auf. Seine berufliche Zukunft hat der 14-Jährige bereits klar vor Augen: Er möchte als professioneller Puppenspieler auf noch größeren Bühnen stehen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3371014/

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