Bäche in Kärnten führen kaum noch Wasser

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Wegen des geringen Niederschlags im Juli trocknen zahlreiche Gewässer in Kärnten aus. Besonders betroffen sind Bäche, in denen Forellen leben, die auf kaltes und sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind, so der ORF.

Der Juli brachte in Kärnten rund die Hälfte weniger Regen als im langjährigen Durchschnitt üblich. Die Folge: Zahlreiche Bäche führen nur noch sehr wenig Wasser oder sind bereits völlig ausgetrocknet. Das stellt eine Gefahr für die dort lebenden Fische dar.

Thomas Friedl, stellvertretender Landesfischereiinspektor, erklärte die Problematik: Forellen benötigen als Kaltwasserfische Temperaturen, die nicht wesentlich über 20 Grad liegen sollten. Bei der aktuellen Hitze fehle es an Durchmischung des Wassers, wodurch der Sauerstoffgehalt sinke. Das könne für diese Fischarten tödlich enden.

Noch keine Umsiedlung notwendig

Eine Umsiedlung der Fische in tiefere Gewässer sei derzeit noch nicht erforderlich, so Friedl. Dem Land Kärnten seien bisher auch keine Funde von verendeten Fischen gemeldet worden.

Bei einer Begehung im Kärntner Unterland rund um den Sonnegger See habe sich gezeigt, dass einige Gewässer wie der Suchabach bereits trocken liegen. Andere Bäche würden nur noch extrem wenig Wasser führen. Interessanterweise seien aber keine toten Fische zu sehen gewesen. Vermutlich seien die Tiere mit den letzten Wassermengen in andere Gewässer geschwommen, erklärte der Fischereiinspektor.

Gailtal besonders gefährdet

Eine Ausnahme bilde das Gailtal. Dort versickere das Wasser aufgrund der steinigen Bachbetten besonders schnell, sagte Friedl. Der dortige Fischerei-Revierausschuss habe deshalb eine Genehmigung für Elektrobefischungen ohne Vorankündigung erhalten, um im Notfall Fische bergen zu können.

Bei dieser Methode werden die Fische kurz mit Strom betäubt und dann eingefangen. Dadurch soll zusätzlicher Stress für die Tiere vermieden werden. Heuer sei diese Art der Befischung bereits zum Einsatz gekommen, so Friedl.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365632/

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