Bahntechnologie aus Niederösterreich weltweit im Einsatz

Von Signalen über Weichen bis zu Türen und Bremsen: Niederösterreichische Unternehmen liefern zahlreiche Komponenten für den Zugbau und die Bahninfrastruktur. Eine ORF-Dokumentation zeigt die Vielfalt der heimischen Bahnindustrie.
Niederösterreichische Bahntechnologie kommt sowohl entlang von Bahnstrecken als auch in Zügen zum Einsatz – nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Eine TV-Dokumentation des ORF Landesstudios Niederösterreich stellt beispielhaft Unternehmen aus dem Bundesland vor, die Komponenten für den Zugbau und Technologien für die Infrastruktur entwickeln.
Wartung, Innenausstattung und Bremssysteme
Im Frühjahr 2026 hat der Schienenfahrzeughersteller Stadler im Weinviertel einen neuen Standort errichtet. Dort werden Hochgeschwindigkeitszüge gewartet und serviciert. Aktuell finden Typisierungen der neuen Doppelstock-Railjets statt.
Die Firma Seisenbacher hat sich auf Konstruktion, Entwicklung und Montage von Innenausstattungen für Züge spezialisiert. In Mödling entwickelt und fertigt Knorr-Bremse sogenannte Magnetschienenbremsen. Diese Bremssysteme werden von der Straßenbahn bis zum Hochgeschwindigkeitszug eingesetzt.
Auch in Eisenbahntüren steckt Know-how aus Niederösterreich. IFE entwickelt elektrisch angetriebene Türen für Schienenfahrzeuge. In Wiener Neudorf ist das Unternehmen Traktionssysteme Austria ansässig, ein Hersteller elektromechanischer Antriebssysteme für Schienenfahrzeuge.
Infrastruktur: Oberleitungen, Weichen und Signale
Das Schienennetz der ÖBB in Niederösterreich beträgt etwa 1.580 Kilometer. Davon sind derzeit rund 70 Prozent elektrifiziert. Den Oberleitungsbau erledigt etwa die Firma Powerlines.
Im Weichenwerk Wörth werden Weichen für den Regional- und Nahverkehr genauso wie für Schmalspur- und Zahnradbahnen vorgefertigt. Zelisko entwickelt seit vielen Jahren Signalsysteme für Bahnbetreiber, die anzeigen, ob eine Strecke frei befahrbar ist und mit welcher Geschwindigkeit ein Zug fahren darf.
Im Bereich der Forschung bildet die Hochschule St. Pölten dringend benötigte Fachkräfte für die Bahnindustrie und Bahnunternehmen aus.
Partnerschaft mit Bahnbetreibern
Für den Erfolg der Bahnindustrie ist die Partnerschaft mit den Bahnbetreibern wichtig. In Österreich sind die ÖBB der größte Auftraggeber. In Niederösterreich betreibt die NÖVOG sechs Lokalbahnen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht es der heimischen Bahnindustrie, jährlich Milliardenumsätze zu generieren und Wertschöpfung sowie viele Arbeitsplätze im eigenen Land zu schaffen.
Quelle: OTS
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