Batterien im Müll: Aktionswoche warnt vor Brandgefahr

Pia ProdingerPia Prodinger
Brandgefahr durch falsche Entsorgung: Akku in Mülleimer mit Kopfhörern und Powerbank.
© Mit KI (Gemini) generiert

Von 12. bis 17. Oktober machen Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbände in ganz Österreich auf die Gefahren falsch entsorgter Batterien und Akkus aufmerksam. Ein Gewinnspiel soll zur richtigen Rückgabe motivieren.

Ob kabellose Kopfhörer, elektrische Zahnbürsten, Powerbanks, Spielzeug, elektronische Grußkarten oder E-Zigaretten: Batterien und Lithium-Akkus sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Oft ist bei kleineren Geräten jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass ein Akku eingebaut ist.

Werden solche Gegenstände nicht mehr benötigt, landen sie häufig im falschen Abfall. Batterien, Akkus sowie Geräte mit integrierten Akkus dürfen jedoch keinesfalls im Restmüll oder in Sammelbehältern für Papier, Kunststoff oder Textilien entsorgt werden. Dort können sie zur erheblichen Brandgefahr werden.

Beschädigte Akkus können Brände auslösen

In Müllfahrzeugen und Abfallbehandlungsanlagen wirken hohe mechanische Belastungen auf den Abfall. Wird ein Lithium-Akku dabei beschädigt oder zusammengedrückt, kann es zu einem sogenannten thermischen Durchgehen kommen. Dabei erhitzt sich der Akku unkontrolliert und kann sich selbst entzünden. Befindet er sich zwischen Papier, Kunststoff oder anderen brennbaren Stoffen, kann rasch ein größerer Brand entstehen.

Wie relevant dieses Risiko ist, zeigen Zahlen des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe: Im Jahr 2025 wurden österreichweit 36 größere Brände in Entsorgungs- und Recyclinganlagen registriert. In mehreren Fällen standen falsch entsorgte Lithium-Batterien oder Akkus als mögliche Auslöser im Verdacht.

Solche Vorfälle gefährden Beschäftigte, Einsatzkräfte sowie die technische Infrastruktur der Entsorgungsbetriebe. Nicht die Batterien selbst stellen das Problem dar, sondern ihre unsachgemäße Entsorgung. Bei richtiger Nutzung und korrekter Rückgabe gelten sie als sichere und wertvolle Energiespeicher.

Kostenlose Rückgabe möglich

Leere Haushaltsbatterien und kleinere Akkus können kostenlos bei kommunalen Sammelstellen oder überall dort abgegeben werden, wo Batterien verkauft werden. Beschädigte, aufgeblähte oder größere Lithium-Akkus sollten jedenfalls bei der Sammelstelle der Gemeinde entsorgt werden.

Auch Geräte mit fest eingebauten oder versteckten Akkus sollten vollständig zur Sammelstelle gebracht und dort fachgerecht abgegeben werden. Dazu zählen etwa E-Zigaretten, elektronische Grußkarten, kabellose Kopfhörer oder Spielzeug mit Licht- und Soundfunktionen. Fest verbaute Akkus sollten keinesfalls gewaltsam entfernt werden.

Die getrennte Sammlung schützt nicht nur vor Bränden, sondern ermöglicht auch die Wiederverwertung wertvoller Rohstoffe, die in Batterien und Akkus enthalten sind.

Aktionswoche gegen Batteriebrände

Mit der Kampagne „Her mit Leer“ machen die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie zahlreiche Partner auf die richtige Entsorgung aufmerksam. Die zentrale Botschaft lautet: „Batterien und Akkus niemals in den Müll. Brandgefahr.“

Im Rahmen der „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ von 12. bis 17. Oktober 2026 informieren Gemeinden, Städte, Sammelstellen, Abfallwirtschaftsverbände und Entsorgungsbetriebe über die Gefahren falsch entsorgter Akkus sowie über die richtigen Rückgabemöglichkeiten.

Gewinnspiel mit Gutscheinen

Begleitend zur Aktionswoche findet ein österreichweites Gewinnspiel statt. Wer alte Batterien oder Akkus bei einer teilnehmenden Sammelstelle abgibt, kann vor Ort den Aktions-QR-Code scannen und an der Verlosung von Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 6.500 Euro teilnehmen.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen werden auf hermitleer.at veröffentlicht.

Zell am See beteiligt sich

Auch die Stadtgemeinde Zell am See unterstützt die Aktionswoche gegen Batteriebrände. Alte Batterien, Akkus und Geräte mit fest verbauten Akkus können bei den Recyclinghöfen abgegeben werden. Während der Aktionswoche steht dort außerdem der QR-Code für die Teilnahme am österreichweiten Gewinnspiel bereit.

Unter dem Motto „Sei kein Zündler!“ soll die Aktion dazu beitragen, Brandrisiken zu reduzieren und gleichzeitig die regionale Entsorgungsinfrastruktur zu schützen.

Quelle: http://www.zellamsee.salzburg.at/Kleine_Akkus_grosses_Risiko_Gemeinden_rufen_zur_richtigen_Rueckgabe_auf_-_BRINGEN_SCANNEN_GEWINNEN

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