Bauernherbst in Maria Alm mit 4.000 Gästen eröffnet

Pia ProdingerPia Prodinger
Salzburger Bauernherbst mit Traktor, Erntewagen, Musikinstrumenten und Marktstand
© Mit KI (Gemini) generiert

In Maria Alm ist der 31. Salzburger Bauernherbst mit einem Festumzug und Brauchtumsprogramm gestartet. Rund 4.000 Besucherinnen und Besucher feierten die landesweite Eröffnung unter dem Motto „G'sungen und G'spielt“.

Die Region Hochkönig hat am heutigen Montag den 31. Salzburger Bauernherbst eröffnet. In Maria Alm kamen etwa 4.000 Menschen zur Auftaktveranstaltung, die im Zeichen von Musik, Gesang und Brauchtum stand. Zu den Ehrengästen zählten Landesrat Maximilian Aigner, Landesbäuerin Claudia Entleitner, Leo Bauernberger von der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, Astrid Steharnig-Staudinger von der Österreich Werbung sowie Skisprung-Olympiasieger Jan Hörl. Auch der Wiener Dompfarrer Toni Faber und zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister waren vor Ort.

Festumzug und traditioneller Bieranstich

Den Beginn machte ein Festumzug durch den Ort. Geschmückte Wägen, Musikkapellen, Vereine und Oldtimertraktoren präsentierten die bäuerliche Kultur der Region. Beim anschließenden Festakt vollzog Landesrat Aigner den traditionellen Bieranstich und gab damit den offiziellen Startschuss für den diesjährigen Bauernherbst.

Im Ortsteil Urchen verwandelte sich das Zentrum ab Mittag in einen Treffpunkt für Familien. Handwerksvorführungen, regionale Verkaufsstände, Schnalzer-Darbietungen sowie Auftritte von Gesangsgruppen, Chören und Alphornbläsern sorgten für Unterhaltung. Kulinarisch standen regionale Spezialitäten aus der Hochkönig-Region im Mittelpunkt.

Skisprungstar Hörl beim Meet & Greet

Ein besonderer Anziehungspunkt war Jan Hörl, der als SalzburgerLand-Botschafter auftrat. Der gebürtige Pongauer nahm sich Zeit für Autogramme, Fotos und persönliche Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern.

Nach der Eröffnung in Maria Alm läuft der Bauernherbst bis Ende Oktober in 77 Orten im gesamten Bundesland. Insgesamt sind rund 2.000 Veranstaltungen geplant, darunter Almabtriebe, Bauernmärkte, Musikveranstaltungen und Handwerksvorführungen.

Nächtigungen auf Rekordhoch

Seit der Premiere 1996 in Obertrum am See hat sich der Bauernherbst zu einer der größten Brauchtums- und Veranstaltungsreihen des Bundeslandes entwickelt. Die Nächtigungen in den Monaten September und Oktober sind von rund zwei Millionen auf knapp 3,5 Millionen im Jahr 2025 gestiegen – ein Höchstwert. Auch die Besucherzahlen bei den Veranstaltungen wuchsen von etwa 150.000 auf mittlerweile rund 500.000.

Rund 14.000 aktive Mitwirkende – Bäuerinnen und Bauern, Handwerkerinnen und Handwerker, Wirte, Musiker und Ehrenamtliche – tragen zum Gelingen bei. Heuer beteiligen sich 260 Bauernherbst-Wirte und 330 Bauernherbst-Bäuerinnen und -Bauern in den teilnehmenden Orten. Sie bieten frische, regionale Produkte und typische Schmankerl an.

„Der Bauernherbst ist in mehr als drei Jahrzehnten zu einer Marke geworden, die weit über die Grenzen des SalzburgerLandes hinausstrahlt. Seine Stärke liegt in der Authentizität: Gäste erleben, was unser Land wirklich ausmacht – regionale Produkte, echte Volksmusik und gelebtes Brauchtum“, sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft. Der Bauernherbst bringe Menschen zusammen, verbinde Einheimische und Gäste und stärke die Wertschöpfung vor Ort.

Landesrat betont Bedeutung der Tradition

Landesrat Maximilian Aigner hob die Bedeutung des Bauernherbstes hervor: „Der Salzburger Bauernherbst zeigt, was unser Land ausmacht: gelebte Tradition, regionale Kulinarik, bäuerliche Kultur und ein starkes Miteinander in den Gemeinden“, so Aigner. Gerade in einem Jahr, in dem Trockenheit und Wetterextreme die Ernte herausfordern, spüre man den Zusammenhalt mit den Bäuerinnen und Bauern besonders deutlich.

Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, betonte die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus: „Der Bauernherbst ist kein Fest von wenigen, er lebt von vielen: Was unsere Bäuerinnen und Bauern anbauen, kommt bei den Wirtinnen und Wirten auf den Tisch, umrahmt von Musik und echtem Handwerk“, so Steharnig-Staudinger. Genau in diesem Miteinander liege die Stärke.

Quelle: OTS

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