Bauernkrieg 1626: Dialog über Glaube und Toleranz in Aigen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Bischof Alois Schwarz hält eine Rede im Rahmen einer Veranstaltung in Österreich.
© stift-schlaegl.at

Die Veranstaltung „Dialog 2026“ widmete sich der Frage, wie Glaube heute wahrhaftig und wehrhaft gelebt werden kann.

Am Mittwoch fand in Aigen-Schlägl die Veranstaltung „Dialog 2026“ statt. Nach der Vesper in der Pfarrkirche Aigen versammelten sich die Teilnehmer im Vereinshaus, um über die Bauernkriege in Oberösterreich und deren Bedeutung für die Gegenwart zu sprechen.

Abt Mag. Lukas Dikany eröffnete die Veranstaltung um 18 Uhr. Prior Dr. Petrus Bayer führte mit einem Vortrag in das Thema ein. Anschließend hielten Superintendent Dr. Gerold Lehner und Bischof Dr. Manfred Scheuer Impulsreferate, bevor sie in ein moderiertes Gespräch eintraten. Mag. Matthäus Fellinger leitete die Diskussion. Musikalisch begleitet wurde der Abend von fr. Dr. David Haudum, der drei Lieder sang, unterstützt von Stiftsorganist Nikita Gasser am Orgel-Positiv. Um 20 Uhr klang die Veranstaltung mit einem Imbiss aus.

Bauernkrieg 1626 und die Zerstörung des Stiftes

Im Mittelpunkt stand der Bauernkrieg von 1626, der sich während des Dreißigjährigen Krieges ereignete. Die Region war von den Kämpfen stark betroffen – das Stift Schlägl wurde damals niedergebrannt. Die Teilnehmer erhielten detaillierte Informationen über die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen.

Glaube zwischen Wahrhaftigkeit und Gewaltfreiheit

In ihren Gesprächen reflektierten der evangelische Superintendent und der katholische Bischof über Glaube und Wahrheit, Freiheit und Toleranz im 21. Jahrhundert. Beide betonten, dass Glaube im Sinne der Wahrhaftigkeit durchaus wehrhaft sein dürfe – als Zeichen von Echtheit und Mut. Gewalt in all ihren Formen lehnten sie jedoch ab.

Die Gesprächspartner äußerten die Einschätzung, dass die Menschheit aus ihren schwerwiegendsten Fehlern wenig bis nichts gelernt habe. Sie unterstrichen die Bedeutung von Glaubenswahrheiten, die in einem ökumenischen Miteinander der evangelischen und katholischen Kirche gelebt werden sollten – geprägt von gegenseitigem Respekt, Vergebungsbereitschaft, Toleranz und verantworteter Freiheit.

Quelle: https://www.stift-schlaegl.at/newsbeitrag/dialog-2026

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