Bauhöfe im Pielachtal schulten sich zu invasiven Pflanzen

Mathias FischerMathias Fischer
Neun Männer in Arbeitskleidung stehen im Freien und halten Broschüren.
© KLAR! Pielachtal, Natur im Garten

Mitarbeiter der Bauhöfe aus fünf Gemeinden im Pielachtal haben sich bei einer Schulung mit invasiven Neophyten beschäftigt. Die KLAR! Pielachtal vermittelte Wissen über Erkennung und Bekämpfung der gebietsfremden Pflanzenarten.

Die KLAR! Pielachtal hat kürzlich eine Schulung für Bauhofmitarbeiter aus den Gemeinden Weinburg, Hofstetten-Grünau, Kirchberg an der Pielach, Frankenfels und Schwarzenbach an der Pielach organisiert. Im Mittelpunkt stand der Umgang mit invasiven Neophyten – gebietsfremden Pflanzenarten, die heimische Flora verdrängen können.

Felix Hagen von Natur im Garten erklärte in einem theoretischen Teil, was Neophyten sind und wodurch sich invasive Arten auszeichnen. Besonders thematisiert wurde der Staudenknöterich, der sich entlang von Gewässern stark ausbreitet und heimische Pflanzen zurückdrängen kann.

Praxisteil entlang der Pielach

Nach dem Vortrag begutachteten die Teilnehmer verschiedene Neophytenbestände direkt an der Pielach. Gemeinsam wurden geeignete Eindämmungsmaßnahmen besprochen. Der Referent zeigte auf, welche Maßnahmen in der Praxis sinnvoll sind und worauf bei der Bekämpfung zu achten ist.

Ein zentrales Ergebnis der Schulung: Die Bekämpfung invasiver Neophyten ist keine einmalige Aktion, sondern eine langfristige Aufgabe. Nur durch konsequente Pflege, regelmäßige Kontrollen und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten lässt sich die weitere Ausbreitung nachhaltig eindämmen.

Bevölkerung kann mithelfen

Nicht nur Gemeinden und Bauhöfe sind gefordert – auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag leisten. Viele invasive Pflanzen breiten sich unbeabsichtigt durch den Menschen weiter aus. Gartenabfälle oder Pflanzenreste sollten niemals im Wald, auf Böschungen oder entlang von Gewässern entsorgt werden.

Beim Staudenknöterich können bereits kleinste Wurzel- oder Sprossstücke wieder austreiben und neue Bestände bilden. Auch auf dem eigenen Kompost haben invasive Pflanzen – insbesondere wenn sie Samen tragen oder sich über Wurzelteile vermehren – nichts verloren. Eine fachgerechte Entsorgung über die vorgesehenen Sammelstellen hilft, eine weitere Verbreitung zu verhindern.

„Die Ausbreitung invasiver Neophyten betrifft uns alle. Gemeinden leisten mit regelmäßigen Pflegemaßnahmen einen wichtigen Beitrag, langfristig erfolgreich können wir aber nur sein, wenn auch die Bevölkerung mitmacht“, erklärt Lotte Riesenhuber, KLAR!-Managerin der KLAR! Pielachtal. Jeder könne helfen, indem Gartenabfälle richtig entsorgt, invasive Pflanzen frühzeitig erkannt und heimische Arten im Garten gefördert werden.

Mit der Schulung leistet die KLAR! Pielachtal einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zum Wissensaustausch zwischen den Gemeinden. Ziel ist es, invasive Neophyten frühzeitig zu erkennen, fachgerecht zu bekämpfen und damit die heimische Artenvielfalt sowie wertvolle Lebensräume entlang der Pielach langfristig zu schützen.

Quelle: https://www.kirchberg-pielach.at/KLAR_Pielachtal_-_Gemeinsam_gegen_invasive_Neophyten

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