Bauhöfe lernen Umgang mit invasiven Pflanzen

Mathias FischerMathias Fischer
Mitarbeiter der Marktgemeinde Altmünster mit Zertifikat in Altmünster, Oberösterreich
© KLAR! Pielachtal, Natur im Garten

Mitarbeiter der Bauhöfe aus fünf niederösterreichischen Gemeinden haben sich in einer Fachschulung über invasive Pflanzenarten informiert. Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Pielachtal organisierte die Weiterbildung zum Erkennen und Eindämmen von Neophyten.

Die Gemeinden Weinburg, Kirchberg an der Pielach, Frankenfels und Schwarzenbach an der Pielach haben ihre Bauhofmitarbeiter zu einer Schulung über invasive Pflanzenarten geschickt. Organisiert wurde die Weiterbildung von der KLAR! Pielachtal, einer Klimawandel-Anpassungsmodellregion.

Der Klimawandel führt zu höheren Temperaturen und längeren Vegetationsperioden. Diese Bedingungen fördern die Verbreitung invasiver Pflanzenarten, die heimische Gewächse verdrängen und Lebensräume verändern. Für Gemeinden stellt diese Entwicklung eine wachsende Herausforderung dar.

Theorie und Praxis vor Ort

Felix Hagen von „Natur im Garten“ leitete die Schulung. Er erklärte zunächst die Grundlagen: die Definition von Neophyten, ab wann diese als invasiv gelten und welche Arten in der Region vorkommen. Außerdem ging er auf die Folgen für die heimische Pflanzen- und Tierwelt ein.

Im praktischen Teil besichtigten die Teilnehmer entlang der Pielach verschiedene Bestände invasiver Pflanzen. Besonderes Augenmerk lag auf dem Staudenknöterich. Direkt vor Ort wurden geeignete Maßnahmen zur Eindämmung besprochen.

Früherkennung als Schlüssel

Die Schulung soll das Wissen der Bauhofmitarbeiter gezielt erweitern. Wer invasive Pflanzen frühzeitig erkennt und richtig handelt, kann deren weitere Ausbreitung wirksam verhindern. Die Weiterbildung ist Teil der Arbeit der KLAR! Pielachtal, die Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt.

Auch die Bevölkerung kann zur Eindämmung beitragen. Gartenabfälle und Pflanzenreste dürfen nicht im Wald, auf Böschungen oder entlang von Gewässern entsorgt werden. Beim Staudenknöterich können bereits kleinste Wurzel- oder Sprossstücke wieder austreiben und neue Bestände bilden. Invasive Pflanzen gehören auch nicht auf den eigenen Kompost, besonders wenn sie Samen tragen oder sich über Wurzelteile vermehren.

Fragen zu invasiven Neophyten beantwortet die KLAR! Pielachtal (Lotte Riesenhuber, E-Mail: l.riesenhuber@pielachtal.at, Tel.: 0676/956 82 89). Informationen gibt es auch bei „Natur im Garten“ unter www.naturimgarten.at.

Quelle: https://www.hofstetten-gruenau.gv.at/Neophyten-Schulung

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