Baulandüberhang: Vortrag zu Rückwidmungen in St. Pölten

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Rund 63.000 Hektar gewidmetes Bauland liegen in Österreich unbebaut brach. Eine Expertin der TU Wien präsentiert am 24. Februar 2027 in St. Pölten ihre Forschungsergebnisse zu Rückwidmungen als Instrument gegen Bodenverbrauch.

Barbara Steinbrunner, Raumplanerin an der TU Wien und seit Herbst 2025 Vorstandsmitglied von ORTE, stellt ihre Dissertation zum Thema Baulandüberhang vor. Die Veranstaltung findet am 24. Februar 2027 von 15 bis 17 Uhr in der NÖ Landesbibliothek am Landhausplatz 1 in St. Pölten statt.

Spannungsfeld zwischen Flächensparen und Bodenverbrauch

Obwohl Österreich ambitionierte Ziele zum Flächensparen verfolgt, werden weiterhin wertvolle Freiräume für Siedlungs- und Verkehrsentwicklung verbraucht. Parallel dazu bleiben etwa 63.000 Hektar bereits gewidmetes Bauland unbebaut. Dieses Spannungsfeld gehört zu den zentralen Herausforderungen der österreichischen Raumplanung.

Steinbrunner präsentiert die wichtigsten Ergebnisse ihrer im Juli 2026 abgeschlossenen Dissertation. Darin untersuchte sie, wie eine flächensparende und nachhaltige Siedlungsentwicklung gelingen kann. Angesichts knapper werdender Ressourcen, des Klimawandels und zunehmender Nutzungskonflikte rückt der Umgang mit unbebauten Baulandreserven in den Mittelpunkt.

Rückwidmungen als Lösungsansatz

Im Zentrum des Vortrags steht das Instrument der Rückwidmung. Es wird als möglicher Ansatz zur Reduktion weiterer Flächeninanspruchnahme und zur Stärkung kompakter Siedlungsstrukturen diskutiert. Die Expertin beleuchtet Potenziale, Herausforderungen und Rahmenbedingungen von Rückwidmungen sowie deren Beitrag zu einer gemeinwohlorientierten Boden- und Siedlungspolitik.

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren Steinbrunner und zwei Vertreter niederösterreichischer Gemeinden mit Rückwidmungserfahrung in einem moderierten Gespräch über praktische Herausforderungen und Potenziale. Die Veranstaltung endet bei „Brot & Wein“.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es werden Fotos für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation gemacht.

Quelle: https://orte-noe.at/programm/baulandueberhang-und-die-rolle-von-rueckwidmungen

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