Baumgartner rettet Leipzig mit Doppelpack im Pokal

Mathias FischerMathias Fischer
Entscheidende Momente Pokal: Leipzig 2:1 Essen (89+), Dortmund 3:2 Bremen (90+).
© Mit KI (Gemini) generiert

Christoph Baumgartner zeigt sich nach seiner Verletzungspause in Topform. Der ÖFB-Teamspieler bewahrte RB Leipzig mit zwei späten Toren beim 2:1 gegen Rot-Weiss Essen vor dem Pokal-Aus. Auch Marcel Sabitzer traf für Dortmund entscheidend.

Die lange Pause scheint spurlos an Christoph Baumgartner vorbeigegangen zu sein. Seit seinem Comeback überzeugt der Niederösterreicher im Trikot von RB Leipzig konstant. Nach Vorlage in der Champions League und Treffer in der Bundesliga folgte nun ein später Doppelschlag im Pokal. Beim 2:1 gegen Drittligist Rot-Weiss Essen rettete er sein Team ins Achtelfinale.

„Ich bin froh, dass ich jetzt schon so einen Impact haben kann. Das hätte ich vor einer Woche so nicht gedacht“, erklärte der 27-Jährige nach dem Erfolg. In der 62. Minute eingewechselt, drehte er die Partie binnen fünf Minuten mit seinen Treffern in der 78. und 82. Minute. Trotz der Freude räumte Baumgartner ein, dass ihm noch Power fehle. Er sei noch weit von 100 Prozent entfernt, die 30 Minuten seien bereits am Limit gewesen.

Längere Einsätze noch schwierig

Eine Verlängerung wäre „lustig geworden“, scherzte der Offensivspieler. Über längere Zeit zu spielen sei noch „total schwierig“. Vor einer Woche habe er viereinhalb Monate kein Spiel bestritten. „Es wäre also auch Wahnsinn, wenn es nicht so wäre. Aber ich freue mich sehr und weiß auch, dass es nicht selbstverständlich ist, wie das jetzt alles für mich gelaufen ist“, so Baumgartner.

Der Doppelpack markiert einen weiteren Schritt zurück nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel, die auch seinen WM-Traum platzen ließ. Vergangene Woche feierte er bei Real Madrid (1:4) sein Comeback in der Königsklasse und bereitete den Ehrentreffer vor. Am Wochenende traf er nach Einwechslung gegen die SV Elversberg (4:0).

Trainer Martin Demichelis zeigte sich begeistert: „Er ist ein Leader, eine besondere Person. Wir haben schon zu Saisonbeginn gesagt, dass wir Spieler wie Baumi brauchen.“ Nach der langen Pause müsse man allerdings geduldig bleiben.

Sabitzer trifft per Freistoß für Dortmund

Geduld war auch bei Marcel Sabitzer gefragt. Beim 3:2 von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen durfte der 32-Jährige erst nach 71 Minuten beim Stand von 2:2 ran. In der Schlussphase traf der Steirer per Freistoß über die Mauer zum Sieg.

„Der Trainer hat gesagt, dass ich schießen soll. Das hat mich nur noch einmal bestärkt“, schilderte Sabitzer, der derzeit meist als Wechselspieler zum Einsatz kommt. „Ich habe das in meinem rechten Fuß. Ich weiß das. Ich habe das schon öfters gezeigt in der Vergangenheit und bin da mit Selbstvertrauen hin.“ Abwehrchef Nico Schlotterbeck sprach von einem „unglaublichen Schuss“ und freute sich für seinen Mitspieler, der zuletzt oft zu Unrecht Kritik abbekommen habe.

Im Signal Iduna Park seien schon viele Geschichten geschrieben worden, meinte Sabitzer. „Heute aber unnötigerweise wieder so eine Last-Minute-Geschichte.“ Vor dem Liga-Schlager bei Bayern München traf auch Carney Chukwuemeka für den BVB.

Quelle: APA/dpa

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