Bauwirtschaft fordert vergünstigten Gewerbediesel

Die Wirtschaftskammer Burgenland verlangt eine Entlastung für Betriebe durch einen vergünstigten Gewerbediesel. Besonders die Bauwirtschaft sei von den hohen Treibstoffpreisen betroffen, die die Wettbewerbsfähigkeit schwächen würden.
Die Wirtschaftskammer Burgenland dringt auf die Einführung eines vergünstigten Gewerbediesels. Die Treibstoffpreise befinden sich weiterhin auf hohem Niveau, Österreich gehört bei den Kosten für Schwerverkehr zu den teuersten Standorten in Europa. Dies beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit und belaste die gesamte Wirtschaft sowie Konsumentinnen und Konsumenten.
Baugewerbe und Transportwirtschaft unter Druck
Neben Unternehmen aus der Güterbeförderung sowie dem Bus- und Reiseverkehr sei vor allem das Baugewerbe betroffen. Auch zahlreiche Dienstleistungen, die auf funktionierenden Güter- und Personentransport angewiesen sind, leiden unter den hohen Energiekosten. In der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage verschärfe dies den Druck auf die Betriebe zusätzlich.
Landesinnungsmeister KommR Bernhard Breser betont: „Die Politik hat bei den Stromkosten gezeigt, dass gezielte Entlastungsmaßnahmen möglich sind. Einen vergleichbaren Ansatz braucht es jetzt auch beim Treibstoff. Die Transportwirtschaft ist das Rückgrat der Versorgung unseres Landes. Wenn die Kosten weiter explodieren, wirkt sich das auf Lieferketten, Preise und Arbeitsplätze aus.“
Ein Bauunternehmen mittlerer Größe müsse mit Mehrkosten von 5.000 Euro pro Monat rechnen. Bei einem mittelständischen Erdbaubetrieb mit mehreren Maschinen und Transportern belaufen sich die Dieselkosten auf rund 50.000 Euro monatlich – Beträge, die kalkuliert werden müssen.
Vorbild europäische Nachbarländer
Die Baubranche fordert die rasche Einführung eines Gewerbediesels nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Umgesetzt werden könnte dies über eine teilweise Rückvergütung der Mineralölsteuer beziehungsweise der CO₂-Bepreisung.
„Unsere Betriebe stehen im harten Wettbewerb. Während zahlreiche Nachbarstaaten ihre Transportwirtschaft gezielt entlasten, geraten österreichische Unternehmen zunehmend ins Hintertreffen. Ein Gewerbediesel würde die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Investitionsspielräume schaffen und gleichzeitig dazu beitragen, den Inflationsdruck zu reduzieren“, erklärt der Branchenvertreter.
Die Maßnahme sei zudem ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der heimischen Versorgung. Bernhard Breser fordert abschließend: „Wer die Versorgungssicherheit und den Wirtschaftsstandort Österreich stärken will, muss jetzt handeln und die Betriebe spürbar entlasten.“
Quelle: https://www.wko.at/bgld/news/bauwirtschaft-fordert-gewerbediesel-als-wirksame-entlastung
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