Bayern München startet als Favorit in die Bundesliga

Pia ProdingerPia Prodinger
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Der deutsche Doublesieger eröffnet am Freitag die neue Saison gegen den VfB Stuttgart. Mit ÖFB-Legionär Konrad Laimer im Kader will der Rekordmeister seine Dominanz fortsetzen.

Der FC Bayern München geht als klarer Favorit in die neue Saison der deutschen Fußball-Bundesliga. Der Doublesieger zeigte beim 2:1-Sieg im Supercup gegen Borussia Dortmund bereits seine Stärke. Am Freitag um 20.30 Uhr (live Puls 4 und Sky) empfängt die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zum Saisonauftakt den VfB Stuttgart.

Sportvorstand Max Eberl erinnerte an den Start der Vorsaison, als die Bayern mit einem 6:0 gegen Leipzig loslegten. Am Ende der Spielzeit betrug der Vorsprung auf Vizemeister Dortmund 16 Punkte. „Wir haben letztes Jahr eine herausragende Saison gespielt und natürlich ist es unser Ziel, diese Leistung wieder zu erreichen“, wird Eberl zitiert.

Offensive mit Rekord-Torbilanz

Die Münchner Offensive um Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz erzielte in der vergangenen Saison 122 Tore und löschte damit einen über 50 Jahre alten Ligarekord aus. „Sie haben eindrücklich in Dortmund gezeigt, dass sie schon wieder da sind“, sagte Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß.

Die Statistik spricht ebenfalls für den Rekordmeister: Die Bayern sind seit 14 Auftaktspielen ungeschlagen, davon wurden zwölf gewonnen. Diese Serie wollen die Münchner weiter ausbauen.

Musiala fällt aus

Nicht im Kader stehen wird Jamal Musiala, der in der Vorbereitung wegen einer Erkrankung zweimal zusammengebrochen war. „Grundsätzlich geht es Jamal relativ gut“, berichtete Kompany. Der Spieler gewöhne sich noch an die Medikamentensteigerung.

Kompany selbst geht mit Zuversicht in seine dritte Saison bei den Bayern. „Ich habe immer den Glauben im Kopf, dass wir am Ende erfolgreich sein können. Man ist aber nie sicher, und das gibt auch Energie. In meinem Kopf habe ich null Titel, muss alles wieder zeigen“, so der Belgier.

Laimer mit neuer Konkurrenz

Auf dem Transfermarkt holten die Bayern den marokkanischen Offensivspieler Ismael Saibari und den deutschen Allrounder Nathaniel Brown. Letzterer könnte mit Konrad Laimer um Einsatzminuten konkurrieren. Der ÖFB-Legionär, zuletzt als Außenverteidiger auf beiden Seiten eingesetzt, zeigt sich gelassen.

„Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl und denke, dass ich mit meinem Spielstil der Mannschaft viel geben kann. Wenn es noch einmal woanders sein sollte, wäre das auch kein Problem“, sagte der Salzburger nach seiner Vertragsverlängerung um zwei Jahre bis 2029.

Konkurrenz und österreichische Beteiligung

Als größte Herausforderer gelten der BVB mit Marcel Sabitzer und Carney Chukwuemeka, RB Leipzig mit Christoph Baumgartner und Nicolas Seiwald, Leverkusen und Stuttgart. Auch die TSG Hoffenheim mit Trainer Christian Ilzer und Eintracht Frankfurt mit Adi Hütter hoffen auf eine starke Saison.

„Bayern besitzt nach wie vor die größte individuelle Qualität, die größte Kadertiefe und gewinnt über 34 Spieltage die meisten Spiele“, sagte Ilzer in einer Umfrage. „Leverkusen und Dortmund werden sehr nahe dran sein, aber Meister wird für mich wieder Bayern München.“

Miron Muslic, der dritte österreichische Trainer im deutschen Oberhaus, will mit Aufsteiger Schalke 04 und den ÖFB-Legionären Maximilian Wöber, Dejan Ljubicic und Junior Adamu in der Bundesliga bestehen. Auch Aufsteiger Elversberg mit Tormann Nicolas Kristof strebt die Etablierung an.

Insgesamt stehen derzeit 21 ÖFB-Legionäre in den Kadern der 18 Bundesligisten. Nur Frankreich stellt mit 35 Profis mehr Spieler aus dem Ausland.

Quelle: APA/dpa

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