Benko beantragt Fußfessel für Hausarrest in Innsbruck

Mona HopfingerMona Hopfinger
Fußfessel, Akten und Richterhammer auf einem Schreibtisch vor einem Fenster mit Waage und Alpenpanorama
© Mit KI (Gemini) generiert

Der insolvente Signa-Gründer René Benko hat einen Antrag auf eine elektronische Fußfessel gestellt, so der ORF.

Die Haftprüfungsverhandlung für René Benko war für Mittwoch am Landesgericht Innsbruck angesetzt. Solche Verhandlungen werden grundsätzlich nicht öffentlich abgehalten. Bisherige Haftprüfungen in seinem Fall hatten in Wien stattgefunden.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat laut „Kurier“ eine sechsseitige Stellungnahme gegen die Bewilligung der Fußfessel vorgelegt. Benkos Verteidiger Wess führt dagegen ins Treffen, dass sein Mandant sich nur außerhalb der Haftanstalt ausreichend auf die kommenden komplexen Gerichtsverfahren vorbereiten könne.

Eigene Wohnung für Hausarrest gemietet

Für einen möglichen Hausarrest wurde in Innsbruck eine 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet. Damit solle die Familie geschont werden. Sollte das Landesgericht den Antrag ablehnen, könnte beim Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) Beschwerde eingelegt werden.

Die WKStA untersucht im Zusammenhang mit der Insolvenz des Signa-Immobilienkonzerns mittlerweile 17 verschiedene Sachverhalte. Benko ist jedoch nicht in allen Ermittlungsverfahren als Beschuldigter geführt. Einige Vorwürfe richten sich auch gegen andere hochrangige Signa-Funktionsträger.

Rechtskräftige Verurteilung zu 30 Monaten

Der 49-Jährige war Ende September am Landesgericht Innsbruck wegen betrügerischer Krida rechtskräftig zu 30 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Da er aufgrund der Untersuchungshaft bereits zwei Drittel der Strafe verbüßt hatte und das Gericht keine Gründe dagegen anführte, wurde er aus der Strafhaft bedingt entlassen.

Unmittelbar danach wurde die Untersuchungshaft jedoch fortgesetzt. Am 4. und 5. November findet der nächste Prozess am Landesgericht Innsbruck statt. Dort muss sich Benko wegen schweren Betrugs und betrügerischer Krida verantworten.

Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3375054/

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