Bergbauernschule im Ybbstal züchtet Fische im Vollbetrieb

Die Bergbauernschule Hohenlehen im Ybbstal betreibt seit sieben Jahren biologische Fischzucht. Mittlerweile werden dort eigene Mutterfische gehalten, der Laich ausgebrütet und Jungfische herangezogen.
An der Bergbauernschule Hohenlehen werden in eigens angelegten Teichen biologisch Fische gezüchtet. Das Projekt läuft seit sieben Jahren. Inzwischen hat sich die Einrichtung zu einem Vollbetrieb entwickelt, in dem mit eigenen Mutterfischen Nachzucht betrieben und Laich ausgebrütet wird.
Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hebt die wachsende Bedeutung regionaler Produkte hervor. „Heimischer Fisch erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Regionalität und Qualität der Speisefische spielen dabei eine wachsende Rolle und werden von den Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend eingefordert“, so die Landesrätin.
Selbstversorgungsgrad bei nur sieben Prozent
Die Fischzucht biete der heimischen Landwirtschaft eine zusätzliche Einkommensquelle, erklärt Teschl-Hofmeister. Der Selbstversorgungsgrad mit Fisch liege derzeit nur bei sieben Prozent – der Absatz sei somit garantiert. Schülerinnen und Schüler würden durch die Fischzucht praxisorientiertes Fachwissen für den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb erhalten. Heimische Konsumentinnen und Konsumenten verzehren derzeit rund acht Kilogramm Fisch pro Jahr.
Jahrhundertealte Tradition im Ybbstal
Direktorin Maria Ottenschläger verweist auf die lange Geschichte der Fischerei im Ybbstal. Die zahlreichen Fischteiche der Bauernhöfe sowie jene der Stifte und Klöster seien lebende Zeugen davon. Schon im Mittelalter sei der Bevölkerung der Erhalt der Fischbestände als wertvolle Nahrungsquelle wichtig gewesen.
„Wir erfüllen die Tradition der bäuerlichen Fischzucht mit Leben und bilden unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Sparte aus“, betont Ottenschläger. Die Jugendlichen lernten in Theorie und Praxis die ökologische Bewirtschaftung von Fischgewässern, wobei besonderer Wert auf die Einhaltung höchster Umwelt-, Hygiene- und Tierhaltungsstandards gelegt werde.
Von der Befruchtung bis zum Jungfisch
Der Vollbetrieb bedeutet, dass eigene Mutterfische gehalten und deren Laich abgestreift wird. Die befruchteten Eier werden im Bruthaus bei konstanter Temperatur erbrütet, die geschlüpften Jungfische anschließend herangezogen. In den Teichen der Bergbauernschule schwimmen Bachforellen, Goldforellen und Regenbogenforellen. Auch Störe werden als sogenannte Begleitfische gehalten, die für die Sauberkeit in Teichen und Becken sorgen.
Quelle: OTS
Worüber spricht Amstetten morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.