Bergrettung NÖ/Wien: 150 Einsätze in 60 Tagen

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien verzeichnete heuer einen einsatzreichen Sommer. In einem Zeitraum von 60 Tagen rückten die Retter knapp 150 Mal aus – das sind um 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien blickt auf einen intensiven Sommer zurück. Innerhalb von 60 Tagen wurden heuer knapp 150 Einsätze gezählt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 124 gewesen. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent, wie am Donnerstag bei einem Pressetermin in Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen) mitgeteilt wurde.

Karl Weber, Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich/Wien, zog in einer Aussendung Bilanz: „Unsere Einsatzbilder werden vielfältiger. Neben dem klassischen Alpinunfall beschäftigen uns zunehmend Wetterextreme, spezialisierte Rettungen etwa nach Mountainbike- und E-Bike-Unfällen und vor allem ein Bereich, den wir seit einigen Jahren sehr genau beobachten: Menschen geraten unverletzt in Bergnot“, so Weber.

Deutlich mehr unverletzt Gerettete

Besonders auffällig ist die Zunahme bei Personen, die ohne Verletzungen aus Bergnot befreit werden mussten. Ihre Zahl stieg heuer im Vergleichszeitraum von 40 auf mehr als 50. Als Ursachen wurden Verirren und Versteigen, ungeeignete Ausrüstung, mangelnde Verpflegung, konditionelle Überforderung oder ein zu später Tourenstart genannt. Häufig führe eine Verkettung mehrerer kleiner Fehlentscheidungen zur Notlage, hieß es.

Gerade im Wanderherbst, der traditionell zu den attraktivsten Phasen für Freizeitsportler zählt, sei durchdachte Tourenplanung gefragt. Rasch wechselnde Wetterverhältnisse, weniger Tageslicht und deutlich niedrigere Temperaturen müssten berücksichtigt werden. Zur Grundausstattung gehören laut Bergrettung geeignete Schuhe, ausreichend Flüssigkeit und Verpflegung, wetterfeste und warme Bekleidung sowie Kopf- und Handbedeckung und eine Stirnlampe.

Rekord im Vorjahr

Die Einsatzzahlen steigen generell: 2025 rückte die Bergrettung Niederösterreich/Wien insgesamt 886 Mal aus – ein neuer Rekord. Angesichts dieser Entwicklung setzen Bergrettung, NÖ Zivilschutzverband und Notruf NÖ auf eine klare Arbeitsteilung entlang einer gemeinsamen Sicherheitskette. Die Schlagrichtung lautet: Vorbereiten und informieren, Notlagen möglichst verhindern – und im Ernstfall rasch die richtigen Informationen und Einsatzkräfte zusammenführen.

Quelle: APA

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