Bergrettung rettet sechs Wanderer aus Unwetter

Pia ProdingerPia Prodinger
Alm mit Holzhütte und Sitzgelegenheit vor bewaldetem Berghang bei Nebel
© Bergrettung Bad Hofgastein

In Bad Hofgastein und Mittersill musste die Bergrettung am Dienstag zwei Gruppen von Wanderern aus Bergnot befreien. Zwei Norwegerinnen und eine vierköpfige deutsche Familie waren in eine Gewitterfront geraten und durchnässt.

Am Dienstag, 14. Juli, rückte die Bergrettung im Pongau und Pinzgau zu zwei Einsätzen aus. Insgesamt sechs Personen mussten aus Bergnot gerettet werden, nachdem sie in ein Unwetter geraten waren.

Zwei Norwegerinnen auf der Ortbergscharte

Um 12.20 Uhr wurde die Bergrettung Bad Hofgastein alarmiert. Zwei etwa 28 Jahre alte Norwegerinnen hatten auf der Ortbergscharte in 2.273 Meter Seehöhe das Unwetter erreicht. Die Frauen wollten ihre Tour zur Bergstation des Stubnerkogels nicht mehr fortsetzen.

Die Bergretter nahmen telefonisch Kontakt auf und wiesen die beiden auf eine Schaferl-Hütte hin, wo sie zunächst Schutz fanden. Vier Bergretter machten sich auf den Weg, unterstützt vom Hüttenwirt der Schattbachalm. Die Norwegerinnen wurden schließlich mit dem Einsatzfahrzeug ins Tal und zu ihrer Unterkunft nach Bad Gastein gebracht.

Mangelnde Ausrüstung und Vorbereitung

„Sie waren schlecht ausgerüstet und komplett durchnässt“, berichtete Einsatzleiter Roman Brandstätter. Die beiden Frauen trugen Shorts und T-Shirts, nur eine hatte eine Jacke dabei. Die Bergrettung erneuerte ihren Appell, vor Touren eine gründliche Planung vorzunehmen und die Wetterprognose zu beachten.

Die Gewitterfront war in den Wetterberichten für diesen Dienstag vorhergesagt worden. Regenjacke und Regenhose gehörten zur notwendigen Ausrüstung, da es am Berg bei Regen und Wind rasch kalt werde, auch wenn es zuvor in der Sonne noch warm gewesen sei.

Deutsche Familie am Pass Thurn in Not

Kurz nach 13 Uhr wurde die Ortsstelle Mittersill alarmiert. Eine vierköpfige Familie aus Deutschland war am Pass Thurn auf rund 1.800 Meter Seehöhe in Bergnot geraten. Die Eltern mit ihren beiden Kindern trauten sich bei dem schlechten Wetter nicht mehr weiter.

Die Familie war durchnässt und hatte in einem Unterstand für Tiere Schutz gesucht, so Einsatzleiter Jürgen Krizian. Zwei Bergretter erreichten die Wanderer über einen Forstweg und brachten sie mit dem Einsatzfahrzeug ins Tal.

Quelle: https://www.bergrettung-salzburg.at/news/wanderer-gerieten-in-gewitterfront-einsaetze-in-bad-hofgastein-und-mittersill

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