Bergrettung rückt doppelt so oft aus wie im Vorjahr

Die Bergrettung in Oberösterreich verzeichnet heuer mehr als doppelt so viele Einsätze wie im Vorjahr. Viele Bergsteiger unterschätzen ihre Fähigkeiten und geraten in zu schwieriges Gelände, so der ORF.
Die Bergrettung Oberösterreich musste heuer deutlich häufiger ausrücken als in den vergangenen Jahren. Immer mehr Wanderer verlassen sich auf Apps und kommen in Bereiche, die ihre Kondition überfordern. Die Konsequenzen sind Kreislaufbeschwerden, Erschöpfung und Flüssigkeitsmangel, die zunehmend zu Notrufen führen.
Besonders die letzten anderthalb Wochen im Juli waren von zahlreichen Einsätzen geprägt, wie die Bergrettung am Freitag mitteilte. Auch im August hält die Entwicklung an. Seit 22. Juli ist täglich mindestens ein Hilferuf eingegangen. Am 29. Juli wurde ein Negativrekord erreicht: An diesem Tag mussten die Einsatzkräfte zu sechs Notfällen ausrücken. Zusätzlich werden die Bergretter immer wieder zur Unterstützung bei der Bekämpfung von Waldbränden gerufen.
Appell zur sorgfältigen Tourenplanung
Die Bergrettung richtet einen eindringlichen Appell an alle Bergsportler: Touren müssen gewissenhaft geplant und die tatsächlichen Herausforderungen realistisch bewertet werden. Neben einer angemessenen Ausrüstung seien genügend Flüssigkeit und ein Blick auf die Wettervorhersage – insbesondere im Hinblick auf hohe Temperaturen – unerlässlich.