Bergsteiger ohne Stirnlampen am Traunstein gerettet

Drei Wiener mussten am Sonntagabend am Traunstein bei Gmunden von der Bergrettung geborgen werden. Die Bergsteiger hatten keine Stirnlampen dabei, eine Person war erschöpft, so der ORF.
Am Sonntag unternahmen drei Bergsteiger aus Wien eine Tour auf den Traunstein bei Gmunden. Beim Abstieg über den Naturfreundesteig gegen 20.30 Uhr war eine der drei Personen am Ende ihrer Kräfte. Für die ersten 400 Meter des Abstiegs benötigte die Gruppe bereits mehr als drei Stunden, wie Andreas Spitzbart, Einsatzleiter der Bergrettung Gmunden, berichtete.
Gewitter im Anmarsch
Erschwerend kam hinzu, dass keiner der drei Bergsteiger eine Stirnlampe mit sich führte. Obwohl das Wetter noch gut war, zog von Westen ein Gewitter auf, was den Zeitdruck erhöhte, so Spitzbart.
Die Wiener setzten selbst den Notruf ab und erklärten den Einsatzkräften telefonisch, dass sie eigentlich zu Fuß ins Tal absteigen wollten. Sie waren sich jedoch unsicher, ob sie dies körperlich bewältigen könnten. Die Bergrettung machte ihnen klar, dass der Abstieg zu Fuß etwa vier bis fünf Stunden dauern würde.
Rettung per Hubschrauber
17 Einsatzkräfte der Bergrettung und ein Alpinpolizist rückten aus, um die Gruppe zu erreichen. Vorsorglich wurde auch der Notarzthubschrauber Christophorus 14 angefordert. Letztlich entschied man sich, die drei Personen direkt per Hubschrauber zu bergen.
Gegen 22 Uhr wurden die Bergsteiger mittels Winde gerettet. Die Bergrettungsmannschaft erreichte gegen 23.15 Uhr das Tal. Die drei in Wien lebenden Personen stammen gebürtig aus Weißrussland, Russland und Polen.
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