Betrüger ergaunerten Schmuck von 83-Jähriger in Obersteiermark

Pia ProdingerPia Prodinger
Polizistin mit Blaulicht auf einem Polizeiauto in Österreich
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Eine Pensionistin aus der Obersteiermark fiel Telefonbetrügern zum Opfer. Obwohl die 83-Jährige sich zunächst weigerte, Geld zu überweisen, gelang es den Tätern mit einem perfiden Trick, Schmuck und Goldmünzen zu erbeuten.

Eine 83-jährige Pensionistin aus der Obersteiermark ist Opfer eines raffinierten Betrugs geworden. Die Polizei berichtete am Freitag von dem Fall, bei dem die Seniorin seit Anfang September mit sogenannten Schockanrufen konfrontiert war. Ein angeblicher „Polizist des Bundeskriminalamtes“ versuchte dabei, sie zu Geldüberweisungen zu bewegen.

Der erste Anruf erfolgte bereits am Mittwoch der Vorwoche. Der Unbekannte gaukelte der Frau vor, dass eine Liste mit potenziellen Einbruchsopfern sichergestellt worden sei. Ihr Name und ihre Adresse würden darauf stehen. In den folgenden Tagen meldete sich der Täter wiederholt telefonisch und versuchte, die 83-Jährige zu einer Überweisung zu drängen. Die Pensionistin blieb jedoch standhaft.

Falscher Beamter holte Wertsachen ab

Am Freitag der vergangenen Woche erschien schließlich ein vermeintlicher Polizist persönlich an der Wohnadresse der Seniorin. Er gab vor, „nach dem Rechten zu sehen“. Bei diesem Besuch erbeutete der Betrüger Schmuck und Goldmünzen in noch nicht genau bekannter Höhe und verschwand anschließend.

Als die Frau in den darauffolgenden Tagen versuchte, die angeblichen Polizisten zu kontaktieren, meldete sich niemand mehr. Daraufhin erstattete die 83-Jährige Anzeige bei der echten Polizei.

Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Die Exekutive appellierte an die Bevölkerung, insbesondere ältere Angehörige und Bekannte aktiv auf solche Betrugsmaschen hinzuweisen. Dadurch könnten sie vor Schockanrufen geschützt und kriminelle Handlungen dieser Art verhindert werden.

Die steirische Polizei warnt derzeit mit einer eigens konzipierten Kurzvideo-Kampagne auf ihren Social-Media-Kanälen intensiv vor derartigen Betrugsmaschen.

Quelle: APA

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