Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus

Mehrere ältere Frauen aus Königswiesen und Unterweißenbach (Bezirk Freistadt) erhielten am 27. August Anrufe von einem angeblichen Polizisten. Der Unbekannte warnte vor Einbrechern in der Umgebung – die Angerufenen beendeten die Gespräche jedoch rechtzeitig.
Ab etwa 13.00 Uhr am 27. August meldeten sich mehrere Personen aus Königswiesen und Unterweißenbach bei den Polizeiinspektionen Königswiesen und Freistadt. Die Betroffenen, überwiegend ältere Frauen, hatten zuvor auf ihrem Festnetz einen verdächtigen Anruf erhalten.
Der Anrufer stellte sich laut Polizei als „Ralf Maier“ von der Polizeidirektion Freistadt vor. Er behauptete, dass es im Umfeld der Angerufenen zu mehreren Einbrüchen gekommen sei. Täter seien bereits festgenommen und Waffen sichergestellt worden, weitere Täter würden sich jedoch noch in der Gegend aufhalten.
Alle kontaktierten Personen beendeten das Gespräch nach eigenen Angaben spätestens zu diesem Zeitpunkt, weil ihnen der Anruf seltsam erschien. Zwei ältere Damen äußerten bei ihrer Kontaktaufnahme mit der Polizei, dass sie sich nun fürchten würden – es könnte etwas passiert sein oder einem ihrer Angehörigen etwas zugestoßen sein.
Beamte fuhren daraufhin zu den beiden Frauen und führten vor Ort beruhigende und präventive Beratungsgespräche zu Telefonbetrug und speziell zum Phänomen falscher Polizisten durch.
Polizei warnt vor Betrugsmaschen
Die Polizei warnt dringend davor, auf solche Anrufe einzugehen. Weder Ärzte, Polizisten noch Staatsanwälte würden jemals telefonisch zur Zahlung einer Kaution oder zur Übergabe von Bargeld oder Gold auffordern. Am Telefon sollten niemals Auskünfte über Bargeld, Wertgegenstände, Bankguthaben oder Kontodaten gegeben werden.
Auch SMS von angeblichen Finanzämtern, Banken, der Österreichischen Krankenkasse oder Versicherungsinstituten sollten nicht geöffnet werden – keine dieser Institutionen kontaktiere Bürger per SMS. Im Verdachtsfall solle man sich nicht unter Druck setzen lassen, das Gespräch sofort beenden und die Polizei über den Notruf 133 verständigen sowie Angehörige informieren.
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