Betrug: 87-Jähriger verliert 30.000 Euro an falsche Polizisten

Ein 87-Jähriger aus dem Bezirk Schärding wurde Opfer von Telefonbetrügern. Die Täter gaben sich als Kriminalbeamte aus und brachten den Mann dazu, Bargeld und Gold vor seinem Haus zu hinterlegen. Der Schaden beträgt knapp 30.000 Euro, so der ORF.
Die Masche beginnt stets mit einem Anruf, erklärt Klaus Allerstorfer vom Landeskriminalamt Oberösterreich. Die Betrüger geben sich als Polizisten aus und berichten von vermeintlichen Einbrüchen in der Nachbarschaft. Dabei behaupten sie, die Wertgegenstände der Angerufenen in Sicherheit bringen zu müssen.
Im konkreten Fall aus dem Bezirk Schärding gelang es den Tätern, einen 87-Jährigen zu überzeugen, Bargeld und Gold vor seinem Wohnhaus zu deponieren. Die Betrüger holten die Wertsachen danach ab. Laut Polizei beläuft sich der Schaden auf knapp 30.000 Euro.
Professionelle Netzwerke mit Arbeitsteilung
Bei den Anrufern handle es sich nicht um echte Polizisten, stellt Allerstorfer klar. Vielmehr seien es professionelle Betrüger, die gezielt auf solche Telefonate vorbereitet seien. Sie wüssten genau, wie man Menschen manipuliert und unter Druck setzt.
Das Landeskriminalamt geht davon aus, dass die Anrufer meist im Ausland sitzen. Die Personen, die das Geld abholen, reisen teils ebenfalls aus dem Ausland an, teils stammen sie aber auch aus Österreich. Die Tätergruppen arbeiten arbeitsteilig: Die Telefonate kommen aus dem Ausland, die Abholungen erfolgen vor Ort.
Laut Allerstorfer werde verstärkt dort angerufen, wo gerade Geldabholer verfügbar seien. Deshalb treten solche Betrugswellen immer wieder in verschiedenen Bundesländern auf.
Sofort auflegen und Polizei verständigen
Besonders wichtig sei es, sich gar nicht erst auf längere Gespräche einzulassen, betont Allerstorfer. Wer am Telefon unerwartet aufgefordert wird, Geld oder Wertsachen zu übergeben, habe es oft mit Betrügern zu tun.
Bereits bei einem Verdacht solle man sofort auflegen und danach die echte Polizei unter 133 verständigen. Auch der Hinweis an die Anrufer, selbst bei der Polizei nachzufragen, beende Betrugsversuche häufig sofort.
Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass echte Beamtinnen und Beamte niemals Bargeld, Gold oder Sparbücher zur Sicherstellung vor der Haustür abholen würden.
Worüber spricht Schärding morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.