„Bewusst gesund“ zeigt Therapien bei Nasenpolypen

Pia ProdingerPia Prodinger
Kürbiskerne: Grafik zeigt Nase, Geschlechtssymbole, Uhr, Kalender, Sonne, Spital, Obst und Gemüse
© Mit KI (Gemini) generiert

Das ORF-Gesundheitsmagazin widmet sich am Samstag unter anderem der Behandlung von Nasenpolypen. Außerdem geht es um Geschlechterunterschiede bei Schnupfen und Lebenserwartung sowie um School Nurses an Wiener Schulen.

Dr. Christine Reiler stellt am 5. September 2026 um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mehrere Gesundheitsthemen vor. Ein Schwerpunkt liegt auf den Behandlungsoptionen bei Nasenpolypen.

Männerschnupfen hat biologische Ursachen

Ein gewöhnlicher Schnupfen klingt üblicherweise nach einigen Tagen ab. Dass Männer dabei offenbar stärker leiden, könnte tatsächlich biologisch begründet sein. Während Östrogen bei Frauen die Nasenschleimhaut schützt und das Immunsystem stärkt, hat Testosteron bei Männern eine eher immunsuppressive Wirkung. Der Beitrag stammt von Tommy Schmidle.

Frauen leben länger – Forschung sucht nach Gründen

In Österreich ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen deutlich höher als jene von Männer. Neben der Genetik sind Lebensstil, Umweltfaktoren und das Gesundheitsverhalten dafür mitverantwortlich. Studien aus den sogenannten „Blue Zones“ – Regionen, in denen Menschen besonders alt werden – legen nahe, dass Ernährung, Bewegung und soziale Einbindung entscheidend für gesundes Altern sind.

Die Longevity-Forschung befasst sich zunehmend auch mit den Folgen des Klimawandels. Ältere Menschen zählen bei Hitze zu den besonders gefährdeten Gruppen. Zudem stellt sich die Frage, ob es eine biologisch festgelegte maximale Altersgrenze gibt oder ob gesundes Altern zunehmend beeinflussbar wird. Zu Wort kommt Prof. Thomas Dorner, Gerontologe und Altersforscher am Haus der Barmherzigkeit in Wien.

School Nurses unterstützen Kinder im Schulalltag

Wenn Schülerinnen und Schüler gesundheitliche Probleme haben, ist nicht immer ärztliches Personal vor Ort. Diese Lücke sollen School Nurses schließen. Dabei handelt es sich um diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger:innen mit mehrjähriger Berufserfahrung, die Kinder medizinisch und psychosozial betreuen.

Ihr Aufgabenbereich umfasst die Behandlung von Bauch- oder Kopfschmerzen, die Versorgung kleinerer Verletzungen, die Begleitung bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Epilepsie sowie Workshops zu Themen wie Mobbing. Von 2022 bis 2024 lief in Wien ein Pilotprojekt an sechs Schulstandorten, das einen klaren Nutzen für Lehrkräfte, Eltern und Schüler:innen zeigte. Im vergangenen Schuljahr wurde das Projekt auf 27 Schulstandorte ausgeweitet, wodurch insgesamt 40 zusätzliche School Nurses zum Einsatz kamen. Gestaltung: Christoph Hofer.

Nasenpolypen betreffen zehn Prozent der Bevölkerung

Nasenpolypen sind Wucherungen der Nasenschleimhaut, die durch chronische Entzündungen der Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen entstehen können. Weltweit sind rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen. Kleinere Polypen bleiben meist unbemerkt – erst ab einer bestimmten Größe treten Beschwerden auf.

Diese gehen über eine dauerhaft verstopfte Nase hinaus und können Riechstörungen, Schnarchen, Mundgeruch oder Atemprobleme umfassen. Prof. Dr. Siegfried Meryn erläutert die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.

Kürbis als Arznei- und Nahrungsmittel

Von mehr als 800 verschiedenen Kürbissorten sind etwa 200 essbar. Nur eine einzige – der steirische Ölkürbis – trägt offiziell die Bezeichnung „Arzneikürbis“. Alle bekannten Sorten gehen auf Wildarten aus Mittel- und Südamerika zurück. Botanisch gesehen ist der Kürbis keine Gemüsesorte, sondern eine Beere.

Das Fruchtfleisch ist kalorienarm und reich an Nährstoffen. Besonders hervorzuheben ist Beta-Carotin, das durch seine antioxidativen Eigenschaften das Immunsystem stärkt. Auch die Wirksamkeit von Kürbiskernen als Arzneimittel bei Blasen- und Prostataleiden ist wissenschaftlich belegt. Die Ernte erfolgt im Herbst bis zum ersten Frost. Gestaltung: Denise Kracher.

Quelle: OTS

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