Bezirk Krems plant Waldbrand-Einsätze mit neuem Fachplan

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Bezirkshauptmannschaft Krems hat ein umfassendes Projekt zur Waldbrandbekämpfung gestartet. 121 Feuerwehren erheben dafür Wege, Wasserentnahmestellen und Hubschrauberlandeplätze in allen 30 Gemeinden des Bezirks.

Im Bezirk Krems wird ein strategischer Waldfachplan zur Bekämpfung von Waldbränden erstellt. Die Forstbehörde der Bezirkshauptmannschaft hat das Projekt initiiert, um den Einsatzkräften ein wirksames Instrument für den Ernstfall zur Verfügung zu stellen. Hintergrund sind der frühere Vegetationsbeginn und längere Trockenperioden durch den Klimawandel sowie die Veränderung der Wälder nach der Borkenkäferkalamität.

Das erhöhte Waldbrandrisiko betrifft nicht nur die Ökologie und Wirtschaft, sondern auch die angrenzende Infrastruktur. Der neue Fachplan soll allen Blaulichtorganisationen im Bezirk helfen, im Katastrophenfall schnell und koordiniert zu handeln.

121 Feuerwehren erheben Daten vor Ort

Die Freiwilligen Feuerwehren übernehmen einen zentralen Teil der Arbeit: Nach einer Schulung durch einen Ziviltechniker führen sie bei Tageslicht, in Uniform und mit ihren Fahrzeugen Erhebungen durch. Dabei werden Wege, Umkehrplätze und Fahrhindernisse aufgenommen. Zudem definieren die Einsatzkräfte Hubschrauberlandeplätze, Wasseraufnahmestellen sowie Lotsen- und Bereitstellungspunkte.

„Ziel dieser Waldfachpläne ist es, dass bei Waldbränden sofort klar ist, wo und mit welchen Fahrzeugen zu Brandherden vorgerückt werden kann“, erläutert Bezirksfeuerwehrkommandant LBDSTV Martin Boyer.

Karten für alle Einsatzorganisationen

Die Karten werden sowohl auf Papier als auch digital erstellt. Sie sind damit für die Einsatzleitung vor Ort ebenso nutzbar wie für übergeordnete Stäbe. Die Pläne können auch bei anderen Einsätzen wie Personensuchen oder Menschenrettungen verwendet werden. Alle Blaulichtorganisationen im Bezirk erhalten die Karten für den internen, dienstlichen Gebrauch.

Bezirkshauptmann Mag. Günter Stöger bedankte sich bei den Feuerwehren und Gemeinden des Bezirkes. „Einsatzszenarien machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb ist es wichtig, dass diese Pläne alle Gemeinden des Bezirkes einbinden“, betonte er. Im Katastrophenfall koordiniere die Bezirkshauptmannschaft alle eingesetzten Einsatzkräfte. Aktuelle und detaillierte Einsatzpläne seien dabei für eine professionelle Stabsarbeit unerlässlich.

Projektgebiet umfasst 43.714 Hektar Wald

Das Projektgebiet erstreckt sich über den gesamten Bezirk Krems mit 30 Ortsgemeinden und einer Gesamtfläche von 92.334 Hektar. Davon sind 43.714 Hektar Waldflächen. Die Projektkosten werden nach Vorleistung zu 100 Prozent über den Waldfonds gefördert.

Quelle: https://www.bergern-dunkelsteinerwald.gv.at/Waldfonds_M6_-_Strategische_und_operative_Einsatzplanung_zur_Brandbekaempfung_in_Waldbrand-Risikogebieten_im_Bezirk_Krems

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