BFI Burgenland meldet 64 Beschäftigte zur Kündigung an

Das Berufsförderungsinstitut Burgenland hat beim AMS-Frühwarnsystem 64 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Damit ist fast die Hälfte der rund 140 Beschäftigten betroffen. Ob die Kündigungen tatsächlich ausgesprochen werden, hängt von laufenden Vergabeverfahren ab.
Das Berufsförderungsinstitut (BFI) Burgenland hat 64 Beschäftigte beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Damit wäre nahezu die Hälfte der rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Geschäftsführer Jürgen Grandits bestätigte entsprechende Medienberichte am Dienstag gegenüber der APA. Ob die Kündigungen tatsächlich ausgesprochen werden müssen, hängt jedoch vom Ausgang mehrerer laufender Vergabeverfahren ab.
Als Grund nennt Grandits die zunehmend kurzfristige Vergabe von Aufträgen durch das Arbeitsmarktservice (AMS). Viele Maßnahmen würden mittlerweile jährlich neu ausgeschrieben, was eine langfristige Planung erschwere. Gleichzeitig nehme die Konkurrenz durch private Bildungsanbieter zu. Sollte das BFI bei den aktuellen Ausschreibungen erfolgreich sein, könnten die angemeldeten Kündigungen wieder zurückgenommen werden.
Unklarheit bei überbetrieblicher Lehrausbildung
Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die noch immer nicht vergebene überbetriebliche Lehrausbildung für 101 Jugendliche aus den Bezirken Eisenstadt und Neusiedl. Diese Maßnahme wurde bisher vom BFI durchgeführt. Da das AMS die Neuvergabe im Juli nicht rechtzeitig abschließen konnte, müssen die Jugendlichen von Anfang August bis Mitte Oktober vorübergehend im Burgenländischen Schulungszentrum (BUZ) in Neutal betreut werden.
Das ursprünglich geplante Vergabeverfahren scheiterte nach einem erfolgreichen Einspruch der burgenländischen Wirtschaftskammer. Das Landesverwaltungsgericht entschied, dass das Angebot des Wirtschaftsförderungsinstituts WIFI zu Unrecht ausgeschlossen worden war.
Auch ein zweites Ausschreibungsverfahren konnte nicht abgeschlossen werden. Dieses wurde vom AMS aus Qualitätsgründen zurückgezogen. Inzwischen läuft die dritte Ausschreibungsrunde, deren Ausgang sowohl für die betroffenen Jugendlichen als auch für die Beschäftigten des BFI von Bedeutung ist.
Quelle: APA
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