BFI Saalfelden startet Maturakurs für Tourismuslehrlinge

Das BFI Salzburg bietet ab März 2027 in Saalfelden einen speziellen Nachmittagskurs für Lehrlinge im Tourismus an. Die Kurszeiten sind an die Sommer- und Wintersaison angepasst, damit die Teilnehmer parallel zur Lehre die Matura absolvieren können.
Das BFI Salzburg richtet sich mit einem neuen Angebot gezielt an Lehrlinge im Tourismus: Am Standort Saalfelden können sie ab 10. März 2027 Maturakurse besuchen, die zeitlich auf die Besonderheiten der Branche abgestimmt sind. Das Programm „Lehre mit Matura“ wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung finanziert und ist für alle Personen mit aufrechtem Lehrvertrag kostenfrei.
Die Kurszeiten orientieren sich an der Haupt- und Nebensaison im Tourismus. Während der Nebensaison finden die Kurse an zwei Nachmittagen statt, zu Beginn und Ende der Hauptsaison nur an einem Nachmittag. So bleibt in der arbeitsintensiven Zeit mehr Raum für die Tätigkeit im Betrieb.
Kursfreie Zeit in der Hochsaison
Von Mitte Juni bis Mitte September sowie von Mitte Dezember bis Ende Februar finden keine Kurse statt. Bei Bedarf können vereinzelt Termine in dieser Zeit angesetzt werden. Der Aufbau ist modular gestaltet: Pro Kursjahr wird ein Fach absolviert.
Interessierte können sich bei zwei Info-Abenden informieren: am 1. Dezember 2026 um 18.30 Uhr in der Mittelschule Saalfelden Bahnhof sowie am 20. Jänner 2027 um 18 Uhr online.
Mehr als ein Fünftel der Salzburger Lehrlinge nutzt das Angebot
In Salzburg absolviert bereits mehr als ein Fünftel der Lehrlinge die Lehre mit Matura. Besonders erfolgreich sind laut BFI jene, deren Betriebe sie aktiv unterstützen und begleiten. Die Möglichkeit, Arbeit und Weiterbildung zu verbinden, sei für junge Menschen ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers.
Die Wirtschaftskammer Österreich fördert Unternehmen, die ihren Lehrlingen den Besuch von Tageslehrgängen ermöglichen. Lehrbetriebe erhalten eine Kompensation des kollektivvertraglichen Bruttolehrlingseinkommens im Ausmaß der Kurszeiten. Das Programm sei damit nicht nur ein Instrument für die Mitarbeiterbindung, sondern auch ein Vorteil im Recruiting.
Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm ist ein aufrechter Lehrvertrag. Der Einstieg erfolgt üblicherweise im ersten oder zweiten Lehrjahr, die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre.
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