BFI Salzburg gewinnt Anton-Benya-Preis 2026

Das Berufsförderungsinstitut Salzburg wurde am 20. Oktober im Wiener Rathaus mit dem Anton-Benya-Preis ausgezeichnet. Prämiert wurde ein digitales Lernkonzept für Lehrlinge, die parallel zur Ausbildung die Matura absolvieren.
Das BFI Salzburg erhielt bei der heurigen Preisverleihung am 20. Oktober 2026 im Wiener Rathaus den Anton-Benya-Preis. Die Auszeichnung ging an das Projekt „Innovatives E-Learning-Modell für Lehrlinge in der Lehre mit Matura – Flexibilität, Kontinuität und digitale Kompetenz als Schlüssel zum Erfolg“. Die Trophäe nahmen Franz Fuchs-Weikl (Geschäftsführer), Silvio Buttinger (Bereichsleiter) und Ruth Aspetsberger (Projektverantwortliche) vom BFI Salzburg sowie Gerald Strobel, Geschäftsführer des BFI Österreich, entgegen.
Digitales Lernen
Das prämierte Konzept richtet sich an eine zentrale Problematik der Lehre mit Matura: Lehrlinge müssen zusätzlich zur betrieblichen Ausbildung und zur Berufsschule theoretische Inhalte für die Matura bewältigen – häufig in Abendkursen nach einem langen Arbeitstag. Das E-Learning-Modell des BFI Salzburg kombiniert verkürzten Präsenzunterricht mit zeitlich flexiblen Online-Modulen, die speziell für die hauseigene Moodle-Plattform entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden. Dadurch können Lernzeit und Wissenserwerb individuell angepasst werden.
Auch in den digitalen Angeboten werden die Lehrlinge von den Trainerinnen und Trainern kontinuierlich betreut. Versäumte Inhalte lassen sich online nachholen. Das Feedback von Teilnehmenden und Trainern fällt durchwegs positiv aus. Die Erfolgsquote bei den Maturaprüfungen liegt beim BFI Salzburg seit 2020 bei rund 90 Prozent.
Auszeichnung im Zeichen der Facharbeit
Der Anton-Benya-Preis wurde 1972 gestiftet und erinnert an die Bedeutung der Facharbeit. Er ehrt Personen und Institutionen, die durch ihr Engagement die Arbeitswelt verbessern. Namensgeber ist Anton Benya (1912–2001), der von 1963 bis 1987 Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes und von 1971 bis 1986 der am längsten amtierende Erste Nationalratspräsident der Zweiten Republik war. Als Verfechter der Sozialpartnerschaft setzte er sich für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein.
„Uns freut besonders, dass wir mit diesem Ansatz nicht nur die Jury überzeugen konnten, sondern vor allem jedes Jahr mehrere hundert Lehrlinge dabei unterstützen können, eine gute Berufsausbildung mit der Matura zu ergänzen“, so Geschäftsführer Franz Fuchs-Weikl.
Quelle: https://www.bfi-sbg.at/news/2026/10/Lehre mit Matura in Mittersill_copy
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