Bildungscampus Arzl nach Umbau fertiggestellt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Gruppe von Personen steht vor einem modernen Gebäude in Österreich, Männer und Frauen posieren für ein Foto.
© Stadt Innsbruck/D. Jäger

Der Standort verfügt nun über zehn Volksschulklassen und sechs Kindergartengruppen – eine Aufstockung, die dem wachsenden Bedarf im Stadtteil Rechnung trägt.

Der Bildungscampus Arzl wurde umfassend erweitert und modernisiert. Die Arbeiten dauerten rund zwei Jahre und sind nun abgeschlossen. Künftig stehen zehn Volksschulklassen und sechs Kindergartengruppen zur Verfügung. Damit reagiert die Stadt auf die Entwicklung des Stadtteils und den gestiegenen Bedarf an Ganztagesbetreuung.

Bürgermeister Johannes Anzengruber betont die Bedeutung der Investition: „Wer in Bildung investiert, legt das Fundament für die Zukunft einer Stadt. Mit dem Bildungscampus Arzl stärken wir dieses Fundament und schaffen mehr Platz für Kinder, Familien sowie die Pädagoginnen und Pädagogen. Davon wird der Stadtteil noch viele Jahre profitieren“, so Anzengruber.

Kapazität deutlich erhöht

Durch den Ausbau wuchs die Zahl der Volksschulklassen von acht auf zehn, die Kindergartengruppen stiegen von vier auf sechs. Ein neuer Zubau in Holzhybridbauweise ergänzt die sanierten Bestandsgebäude. Zum Angebot gehören nun auch ein Mittagstisch, eine Lehrküche und barrierefreie Zugänge im gesamten Areal.

Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr, zuständig für Kindergarten und Schule, hebt die pädagogische Qualität hervor: „Kinder brauchen Räume, in denen sie sich wohlfühlen, entfalten und gemeinsam lernen und wachsen können. Mit dem neuen Bildungscampus schaffen wir genau diesen Raum, den es gerade für die Qualität ganztägiger Formen braucht“, erklärt Mayr.

Passivhaus-Standard und erneuerbare Energie

Nachhaltigkeit spielte bei der Umsetzung eine zentrale Rolle. Der Zubau entstand in Passivhausbauweise, das bestehende Schulgebäude wurde nach EnerPHit-Standards saniert. Zusätzlich wurde eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installiert. Für den Erweiterungsbau erhielt das Projekt die klimaaktiv-Gebäudedeklaration in Gold.

Die Bauarbeiten erfolgten zwischen 2024 und 2026 in mehreren Phasen. Eine besondere Herausforderung war die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Kindergartenkinder wurden zeitweise in einer Expositur betreut, zusätzlich kamen Containerklassen zum Einsatz.

Kosten deutlich unter Budget

Franz Danler, Geschäftsführer der IIG, spricht von einem anspruchsvollen Projekt: „Der Bildungscampus Arzl zählt zu den anspruchsvollsten Bildungsbauprojekten der vergangenen Jahre, da die Zufahrt schwierig und die Baumaßnahmen parallel zum laufenden Schulbetrieb umgesetzt wurden“, so Danler. Durch Holzhybridbauweise, hohen Vorfertigungsgrad und technische Optimierungen sei eine wirtschaftliche Lösung gelungen.

Ursprünglich waren für Zubau, Generalsanierung und Energieträgerwechsel rund 13,5 Millionen Euro netto veranschlagt. Dank günstiger Ausschreibungsergebnisse und laufender Optimierungen belaufen sich die erwarteten Kosten auf rund 7,3 Millionen Euro netto.

Mit der Fertigstellung verfügt Arzl über einen modernen Bildungsstandort, der mehr Kapazität, bessere Rahmenbedingungen für Familien und eine nachhaltige Infrastruktur bietet.

Quelle: https://www.iig.at/news/mehr-platz-fuer-kinder-mehr-qualitaet-fuer-arzl

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