Biomasseheizwerk Himberg öffnete seine Türen

Das neue Biomasseheizwerk in Himberg hat zahlreiche Interessierte zum Tag der offenen Tür angelockt. Die Anlage mit 5 Megawatt Leistung versorgt seit Frühjahr 2026 Haushalte und Betriebe mit regionaler Wärme.
Beim Tag der offenen Tür im neuen Biomasseheizwerk Himberg nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Anlage zur Wärmeversorgung kennenzulernen. Bei geführten Rundgängen erhielten sie Einblicke in die moderne Technik und die Wärmeproduktion vor Ort.
Die Bauarbeiten begannen Mitte 2025, im Frühjahr 2026 nahm das Heizwerk seinen Betrieb auf. Das Kernstück bildet ein Biomassekessel mit rund 5 Megawatt Wärmeleistung, der Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Betriebe mit regionaler Naturwärme beliefert. Zusätzlich verfügt die Anlage über eine Power2Heat-Technologie mit 1,2 Megawatt, die im Sommer überschüssigen Strom zur Wärmeerzeugung verwendet. Ein Pufferspeicher mit 200 Kubikmetern ermöglicht einen flexiblen und effizienten Betrieb.
Bürgermeister betont Bedeutung für Gemeinde
Bürgermeister Ernst Wendl bezeichnete das neue Biomasseheizwerk als wichtigen Schritt für eine sichere und zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Himberg. „Die Anlage verbindet regionale Wertschöpfung mit moderner Energietechnik und stärkt unsere Gemeinde langfristig. Es freut mich besonders, dass sich heute so viele Menschen persönlich von diesem Projekt überzeugen konnten“, sagte Wendl.
Großes Interesse zeigten die Besucherinnen und Besucher an der technischen Ausstattung. Sie erhielten Einblicke in die moderne Regelungstechnik, die Brennstoffversorgung und die hocheffiziente Betriebsweise.
EVN setzt auf Kombination verschiedener Technologien
Alfred Freunschlag, Geschäftsführer der EVN Wärme, hob die Bedeutung des Projekts für die regionale Energieversorgung hervor. Das Heizwerk Himberg zeige, wie moderne Naturwärmeversorgung heute funktioniere. „Die Kombination aus Biomasse, Power2Heat-Technologie und intelligenter Speicherlösung ermöglicht einen hocheffizienten Betrieb und erhöht gleichzeitig die Flexibilität des Energiesystems. Damit schaffen wir eine verlässliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung für Himberg“, betonte Freunschlag.
Neben den Anlagenführungen bot der Tag der offenen Tür auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit den Expertinnen und Experten der EVN. Dabei standen Fragen zur Nutzung regionaler Biomasse sowie zu den Chancen einer heimischen Energieversorgung im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich auch über die Zukunft der Wärmeversorgung durch Tiefen-Geothermie in der Region informieren.
EVN betreibt 80 Biomasseanlagen
Die EVN betreibt gemeinsam mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs und versorgt 150.000 Haushalte. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme werden derzeit aus Biomasse erzeugt. Durch die enge Kooperation mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung in der Region erhalten.
Zusätzlich arbeitet die EVN an weiteren Technologien wie Power-to-Heat-Anlagen, Solarthermie und Tiefen-Geothermie, um die Fernwärmeversorgung in Niederösterreich auf noch breitere Beine zu stellen.
Quelle: https://www.evn.at/home/presse/tag-der-offenen-tur-im-neuen-biomasseheizwerk
Worüber spricht Maria Enzersdorf?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.