Bis zu 32 Grad in steirischen Spitälern gemessen
-1500x843-400x225.webp)
In steirischen Krankenhäusern wurden im Sommer extreme Temperaturen festgestellt. Während OP-Säle und Intensivstationen gekühlt sind, heizen sich Patientenzimmer massiv auf – in Wagna wurden bis zu 32 Grad gemessen.
Eine Anfrage zeigt, dass nahezu alle steirischen Krankenhäuser mit extremer Hitze zu kämpfen haben. Während Operationssäle und Intensivstationen über Kühlung verfügen, erreichen die Temperaturen in Patientenzimmern, Aufenthaltsräumen und Dienstzimmern teils unzumutbare Werte.
Am Standort Wagna wurden in Patientenzimmern Spitzenwerte von 32 Grad registriert. In Deutschlandsberg kletterte das Thermometer auf bis zu 30 Grad, an sämtlichen Standorten des LKH Oststeiermark wurden mehr als 29 Grad festgestellt. Auch am LKH Graz II, Standort West, sowie in der Onkologie am Uniklinikum sollen laut Patientinnen und Patienten extrem belastende Temperaturen herrschen.
Gefahr für geschwächte Menschen
Für ältere, geschwächte oder vorerkrankte Personen stellt diese Hitze nicht nur eine Belastung, sondern eine Gesundheitsgefahr dar. Auch Babys, Kleinkinder und Menschen ab etwa 75 Jahren sind bereits bei Temperaturen über 26 Grad einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
„Ein Krankenhaus muss ein Ort der Genesung sein und darf nicht zur Hitzefalle werden. Temperaturen von über 30 Grad sind für Patient unzumutbar. Gerade für ältere, vorerkrankte oder geschwächte Menschen kann diese Hitze zur gesundheitlichen Gefahr werden“, wird Klubobmann Niko Swatek zitiert.
In vielen Räumen werden die Temperaturen nicht einmal systematisch erfasst. Wo keine bestimmten Werte vorgeschrieben sind, wird grundsätzlich auch nicht gemessen.
Beschwerden ohne konkrete Maßnahmen
In den vergangenen Jahren sind bei der KAGes zahlreiche Beschwerden wegen der Hitze eingegangen. Kritisiert wurden fehlende Klimaanlagen, unzureichende Belüftung sowie die gesundheitliche Belastung für Patientinnen, Patienten und Personal. Konkrete Nachrüstungen sind bislang nur punktuell geplant.
Forderung nach Hitzeschutzplan
Die Anfragenden fordern einen verbindlichen Hitzeschutzplan. Merkblätter, Lüftungstipps und einzelne Ventilatoren reichten bei mehr als 30 Grad nicht aus. Gefordert werden:
- systematische Temperaturmessungen in allen Patientenzimmern,
- effektive Kühlungsmaßnahmen besonders erhitzter Bereiche und
- angemessene Arbeitsbedingungen für das Personal.
Gesundheitslandesrat Kornhäusl müsse jetzt handeln. Die Spitäler dürften weder für Patientinnen und Patienten noch für Mitarbeiter zur Hitzefalle werden.
Quelle: https://steiermark.neos.eu/blog/2026/8/32-grad-im-patientenzimmer
Worüber spricht Graz morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.