Bludenz: Stadträte lassen Schnauzer für Männergesundheit wachsen

Mathias FischerMathias Fischer
Bartrasur mit Rasiermesser vor Publikum in Österreich, Männer mit Äpfeln
© Stadt Bludenz

Bürgermeister Simon Tschann und die Bludenzer Stadträte nehmen heuer erneut am „Movember“ teil. Mit der Schnurrbart-Aktion wollen sie auf Vorsorge und Männergesundheit aufmerksam machen.

Die Bludenzer Stadtpolitiker beteiligen sich auch heuer wieder an der internationalen „Movember“-Aktion. Bürgermeister Simon Tschann und seine Stadträte lassen sich im November Schnurrbärte wachsen, um ein Zeichen für Männergesundheit zu setzen. Den Startschuss gibt Meisterfriseur Apo Atalay, der am Samstag, 31. Oktober, um 11 Uhr beim Nepomukbrunnen in der Altstadt die Politiker für den Aktionsmonat rasiert und in Form bringt.

„Über den eigenen Schnurrbart oder Bart lässt sich bekanntlich gut diskutieren. Über die Gesundheit leider oft weniger. Genau das möchten wir mit dieser Aktion ändern. Wenn wir damit den einen oder anderen Mann dazu bringen, sich mit seiner Vorsorge zu beschäftigen, haben wir schon viel erreicht“, erklärt Simon Tschann.

Ernste Botschaft hinter modischen Schnauzern

Bevor die Oberlippenbärte sprießen können, ist zunächst der Profi am Werk. Apo Atalay sorgt dafür, dass die teilnehmenden Stadträte optimal vorbereitet in den Aktionsmonat starten. Was dabei herauskommt, zeigt sich in den kommenden Wochen. Fest steht: Hinter den Schnauzern steckt eine ernste Botschaft.

Der Begriff „Movember“ kombiniert die Wörter „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“. Die aus Australien stammende Initiative fordert Männer weltweit auf, sich einen Monat lang einen Oberlippenbart wachsen zu lassen. Ziel ist es, das Bewusstsein für Männergesundheit zu stärken und zu Spenden für Forschung und Aufklärung aufzurufen. Im Fokus stehen Prostata- und Hodenkrebs sowie psychische Gesundheit.

Früherkennung kann Leben retten

Bei der Früherkennung von Prostatakrebs spielt die rechtzeitige Auseinandersetzung mit Vorsorgeuntersuchungen eine zentrale Rolle. In Österreich gehört die Erkrankung zu den häufigsten Krebsdiagnosen bei Männern. Auch die psychische Gesundheit verdient mehr Aufmerksamkeit, denn über persönliche Sorgen oder gesundheitliche Beschwerden zu sprechen, fällt vielen Männern nach wie vor schwer.

Prostatakrebs in Österreich: Die Fakten

Zahlen und Erkrankungsrisiko:

  • Führende bösartige Krebserkrankung bei Männern
  • Rund 8.200 Neuerkrankungen pro Jahr
  • Etwa 31 Prozent aller männlichen Krebsfälle
  • 1.434 Sterbefälle jährlich
  • Über 83.000 Betroffene leben mit oder nach der Diagnose
  • Über 95 Prozent 5-Jahres-Überlebensrate bei Früherkennung

Vorsorge und Früherkennung:

  • Empfohlenes Alter: Ab 45 Jahren (ab 40 Jahren bei familiärer Vorbelastung)
  • Hauptmethode: PSA-Test (Blutuntersuchung); Abklärung mittels MRT ab einem Wert über 3 ng/ml

Weitere Informationen zur Männergesundheit gibt es unter www.krebshilfe.net und www.gesundheitskasse.at.

Quelle: https://www.bludenz.at/stadt-bludenz/aktuelles-presse/detail/schnauzer-statt-ausreden-bludenz-macht-movember

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