Bodenseearchivarinnen tagten in Dornbirn

Über 50 Fachleute aus der Bodenseeregion kamen kürzlich im Rathaus zusammen. Beim Jahrestreffen der „Honorablen Societät der Bodenseearchivarinnen und Bodenseearchivare“ standen Digitalisierung, Records Management und die Stadtgeschichte Dornbirns im Fokus.
Mehr als 50 Archivarinnen und Archivare aus dem gesamten Bodenseeraum haben sich kürzlich in Dornbirn getroffen. Das Jahrestreffen der „Honorablen Societät der Bodenseearchivarinnen und Bodenseearchivare“ bot Raum für fachlichen Austausch und Einblicke in die Arbeit des Stadtarchivs.
Das grenzüberschreitende Netzwerk nutzt das jährliche Treffen, um Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Herausforderungen zu besprechen. Heuer übernahm das Stadtarchiv Dornbirn die Gastgeberrolle.
Vom Records Management bis zur Fotodokumentation
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Markus Fäßler (ÖVP) präsentierten Mitarbeitende des Stadtarchivs ihre Arbeit. Werner Matt und Harald Rhomberg erläuterten Geschichte, Organisation und Aufgaben des Archivs. Wie sich die Anforderungen an Bewahrung und Bereitstellung historischer Unterlagen gewandelt haben, wurde dabei deutlich.
Maria Lachinger widmete sich dem Records Management – der systematischen Verwaltung von Dokumenten und Informationen in der modernen Stadtverwaltung. Viktor Glatz stellte die Fotobestände vor: Rund 500.000 Fotografien dokumentieren die Stadtgeschichte. Erfassung, Digitalisierung und langfristige Sicherung dieser Bilder zählen zu den zentralen Aufgaben. Dr. Annkristin Schlichte vom Staatsarchiv Thurgau blickte auf die Vorträge und die Netzwerkarbeit zurück.
Stadtführungen zu Industrie und Architektur
Am Nachmittag lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Dornbirn bei drei thematischen Führungen kennen. Eine widmete sich der Industriegeschichte, eine weitere führte zu besonderen Häusern und Hinterhöfen und eröffnete Einblicke in Architektur und Baugeschichte. Die dritte Führung stellte bedeutende Dornbirnerinnen und ihre Spuren in der Stadtgeschichte in den Mittelpunkt.
„Unsere Archive bewahren die Geschichte unserer Stadt und machen sie für kommende Generationen zugänglich“, erklärte Bürgermeister Fäßler. Der Austausch mit den Fachleuten aus der Bodenseeregion sei besonders wertvoll. Es freue ihn, dass Dornbirn heuer Gastgeber sein durfte.
Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit bei der Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen kulturellen Erbes der Bodenseeregion.
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