Böller-Attacke auf 19-Jährige: Zwei Männer schuldig gesprochen

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Wiener Neustadt sind zwei Männer wegen einer Böller-Attacke auf eine junge Frau verurteilt worden. Sie warfen Blitzknallkörper in deren Schlafzimmer. Der Vorwurf des versuchten Mordes wurde jedoch verworfen.

Ein Gericht in Wiener Neustadt hat am Donnerstag zwei Männer im Alter von 19 und 22 Jahren wegen einer Böller-Attacke schuldig gesprochen. Der Erstangeklagte erhielt zehn Monate bedingt, der Zweitangeklagte 20 Monate teilbedingt – davon 14 Monate bedingt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Die beiden Männer sollen in der Nacht auf den 8. Jänner zwei Fensterscheiben eines Objekts in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) eingeschlagen und zwei Blitzknallkörper in das Schlafzimmer einer 19-Jährigen geworfen haben. Die Böller explodierten direkt neben der schlafenden Frau.

Geschworene verwarfen Mordvorwurf

Die Geschworenen sprachen die Angeklagten schuldig wegen fahrlässiger Körperverletzung und schwerer Sachbeschädigung. Den von der Anklage erhobenen Vorwurf des versuchten Mordes verwarfen sie jedoch. Es sei riskiert worden, dass die 19-Jährige stirbt – auch wenn das nicht beabsichtigt gewesen sei, hatte die Anklage gelautet.

Zwei weitere Beschuldigte, denen Komplizenschaft vorgeworfen worden war, wurden nach mehrstündiger Beratung der Geschworenen am Donnerstagabend nicht rechtskräftig freigesprochen.

Opfer leidet an Tinnitus

Die junge Frau leidet seit der Attacke an einem Tinnitus. Bei den verwendeten Böllern handelte es sich um illegale Blitzknallkörper der Kategorie F4, die laut Medienbericht an der tschechischen Grenze gekauft worden waren.

Die beiden Hauptangeklagten bestritten beim Prozessauftakt am 3. September laut "Kurier" den Mordvorwurf. Die zwei weiteren Beschuldigten wollten mit der Tat überhaupt nichts zu tun gehabt haben.

Quelle: APA

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