Boku erhält zwei Gebäude am Campus Türkenschanze

Mona HopfingerMona Hopfinger
Campus Türenchanze Wien: 166 Mio. Euro bis 2031 Fertigstellung, Kreislaufwirtschaft und neue Gebäude.
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Auszug der Tourismusschule Modul im Herbst 2023 soll nun die Universität für Bodenkultur das Areal in Wien-Döbling nutzen. Die Bundesimmobiliengesellschaft plant dort ein Forschungsgebäude und eine Kommunikationsdrehscheibe.

Die Universität für Bodenkultur (Boku) bekommt am Campus Türkenschanze zwei neue Gebäude. Möglich wird das durch den Wegzug der Tourismusschule Modul aus der Peter-Jordan-Straße in Wien-Döbling vor rund drei Jahren. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) kündigte an, dort ein modernes Forschungsgebäude sowie ein adaptiertes Servicecenter zu errichten.

Forschungsneubau mit Roboterlabor und Werkhalle

Das geplante "Construction Innovation Lab" soll kreislauffähiges Bauen erforschen und gleichzeitig selbst nach diesen Prinzipien gebaut werden. Den Architekturwettbewerb gewann das Wiener Büro GC Architektur. Das Tragwerk demonstriert ressourcenschonende und kreislauffähige Konstruktionen, die transparente Bauweise gewährt Einblick ins Roboterlabor.

Eine Werkhalle mit dem nach Angaben der BIG größten Aufspannfeld Wiens erlaubt die Untersuchung von Trägern mit bis zu 20 Metern Länge. Das Gebäude umfasst rund 2.000 Quadratmeter Nettoraumfläche. Der Baustart ist für August 2028 geplant, die Inbetriebnahme für 2030.

Ehemaliges Modul-Gebäude wird Kommunikationszentrum

Für die Umgestaltung des früheren Modul-Gebäudes setzte sich das Wiener Büro Riepl Kaufmann Bammer durch. Dort sollen mehrere Institute und Einrichtungen gebündelt werden. Ein "Campus Walk" verbindet das Gebäude mit dem restlichen Campus, der derzeit aus 13 Gebäuden besteht.

Geplant sind neue Lern-, Arbeits- und Veranstaltungsflächen sowie ein Café, ein Nahversorger und ein Dachgarten. Die bestehende Gebäudestruktur und das charakteristische Erscheinungsbild bleiben weitgehend erhalten. Der Baubeginn ist für März 2029 vorgesehen, der Unibetrieb soll 2031 auf rund 19.000 Quadratmetern Nettoraumfläche starten.

Gesamtkosten von 166 Millionen Euro

Die beiden Projekte kosten insgesamt 166 Millionen Euro. Davon trägt die BIG als Eigentümerin und Bauherrin 143 Millionen Euro, die vom Wissenschaftsministerium über Mieten refinanziert werden. Die restlichen 23 Millionen Euro für Einmalkosten übernimmt ebenfalls das Ministerium.

Quelle: APA

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