Borkenkäfer bedrohen Burgenlands Wälder massiv

Pia ProdingerPia Prodinger
Borkenkäfer auf Baumrinde mit vielen Löchern im Wald, Österreich
© oberwart.gv.at

Der Landesforstdienst Burgenland warnt vor einem sehr hohen Befallsdruck durch Borkenkäfer. Hitze, Trockenheit und Schneebruchschäden aus dem Spätwinter schaffen ideale Bedingungen für die Schädlinge.

Die Wälder im Burgenland stehen unter massivem Druck: Der Landesforstdienst meldet derzeit eine hohe Gefahr durch Borkenkäfer. Verantwortlich dafür sind die hohen Temperaturen der vergangenen Monate sowie ein außergewöhnliches Niederschlagsdefizit, die den Baumbestand stark schwächen. Zusätzlich begünstigen umfangreiche Schneebruchschäden aus dem Spätwinter die Ausbreitung der Schadorganismen.

Erkennungsmerkmale eines Befalls

Ein Borkenkäferbefall lässt sich an mehreren Anzeichen erkennen. Feines braunes Bohrmehl am Stammfuß oder auf dem Waldboden kann ein erstes Indiz sein. Auch runde Einbohrlöcher oder Harztröpfchen am Baumstamm deuten auf die Schädlinge hin.

Weitere Warnsignale sind Verfärbungen der Nadeln in der Baumkrone – von fahlgrün über gelb bis rot. Ein grüner Nadelteppich am Waldboden sowie das Ablösen der Rinde vom Stamm können ebenfalls auf einen Befall hinweisen.

Sofortmaßnahmen für Waldbesitzer

Der Landesforstdienst appelliert an Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre Bestände regelmäßig zu kontrollieren. Befallene Bäume müssen umgehend gefällt werden. Schadholz mit Rinde ist rasch aus dem Wald zu entfernen.

Im Wald und in dessen Nahbereich darf weder befallenes noch frisch geschlägertes Nadelholz gelagert werden. Flächenhafte Fällungen ab einer Größe von 0,5 Hektar sind – unabhängig von den Besitzgrenzen – der zuständigen Behörde zu melden.

Weitere Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner des Landesforstdienstes finden sich in einem Informationsblatt des Landes Burgenland.

Quelle: https://www.oberwart.gv.at/stadt/neuigkeiten/detail/hohe-borkenkaefer-gefahr-in-burgenlands-waeldern

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