Bosch eröffnet Methanol-Infrastruktur in Hallein

Pia Prodinger
Industrieanlage mit Methanol, Wasserstoff und Ammoniak für Schiff, Zug und Fabrik mit 52 Mio. € Investition.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Robert Bosch AG hat am Mittwoch in Hallein eine neue Methanol-Infrastruktur in Betrieb genommen. Damit will das Unternehmen Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterentwickeln und testen.

Am Standort Hallein hat Bosch am 15. Juli eine neue Anlage zur Entwicklung und Erprobung von Einspritzsystemen für alternative Kraftstoffe eröffnet. Insgesamt investiert das Unternehmen 52 Millionen Euro in den Ausbau von Entwicklung und Fertigung moderner Technologien am Standort.

Das Werk in Hallein ist innerhalb des Konzerns das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Die dort entwickelten Common-Rail-Systeme sollen den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak in großen Anwendungen ermöglichen – etwa in der Schifffahrt, im Schienenverkehr oder in stationären Energieanlagen.

„Hallein steht seit Jahrzehnten für technologisches Know-how und industrielle Kompetenz. Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein“, sagte Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein. Die Investition schaffe langfristige Perspektiven für die Belegschaft.

Technologien für Dekarbonisierung im Schwerlastbereich

Die neue Infrastruktur soll ein wichtiger Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebslösungen im Großmotorenbereich sein. Für die Dekarbonisierung des Schwerlastbereichs brauche es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stoße und CO₂-neutrale Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen.

Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme, erklärte: „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen.“ Damit Innovationen wie diese auch künftig in Österreich erfolgreich umgesetzt werden können, brauche es wettbewerbsfähige und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.

Landeshauptfrau betont Bedeutung für Salzburg

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Salzburg: „Bosch zeigt in Hallein eindrucksvoll, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können.“ Die nun in Betrieb genommene Methanol-Infrastruktur stärke Salzburg als Industriestandort, sichere hochwertige Arbeitsplätze und unterstreiche die Innovationskraft der Unternehmen.

Bei der feierlichen Inbetriebnahme informierten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die neuen Entwicklungsmöglichkeiten für alternative Kraftstoffe. Zu den Gästen zählten neben Landeshauptfrau Karoline Edtstadler unter anderem Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bezirkshauptfrau Monika Vogl, WKS-Vizepräsidentin Marianne Kusejko und IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte sowie AK-Salzburg-Präsident Peter Eder.

Quelle: OTS

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