Bregenzer Frühling 2027 stellt Sicherheiten infrage

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Von März bis Mai widmet sich das Festival unter dem Motto „Seven Seven - Falling from Heaven“ einer Gegenwart, in der vertraute Ordnungen ins Wanken geraten. Vier internationale Tanzabende und eine Uraufführung stehen auf dem Programm.

Das Kulturservice der Stadt Bregenz richtet den Bregenzer Frühling 2027 aus und macht den internationalen Luftfahrt-Notfallcode 7700 zur Metapher einer Zeit, in der Gewissheiten hinterfragt werden. Die Verbindung zum Tanz entsteht durch den Augenblick des Kontrollverlusts, wenn Körper aus dem Gleichgewicht geraten und eine neue Balance suchen müssen. Neue Formate sollen vor allem Jugendliche, aber auch das gesamte Publikum, direkt mit zeitgenössischem Tanz in Kontakt bringen.

Vier internationale Produktionen im Festspielhaus

Den Auftakt macht am 6. März im Bregenzer Festspielhaus die Choreografin Sharon Eyal mit „Delay the Sadness“, das aus einem persönlichen Verlust heraus entstanden ist. Am 19. März zeigt der britische Choreograf Botis Seva mit seiner Compagnie „Far From The Norm“ das mit einem Olivier-Award ausgezeichnete Stück „BLKDOG“. Die Produktion, die in Kooperation mit dem Festspielhaus St. Pölten aufgeführt wird, verbindet Hip-Hop und zeitgenössischen Tanz zu einer Reflexion über Identität und gesellschaftliche Erwartungen.

Am 30. April bringt die „São Paulo Dance Company“ die österreichische Erstaufführung von „Fishy“ sowie „Umbó“ und „Ataraxia“ auf die Bühne. Den Abschluss der internationalen Tanzreihe bildet am 29. Mai das chinesische „TAO Dance Theater“ mit den Choreografien „16“ und „17“ von Tao Ye.

Uraufführung im Schauspielhaus Bregenz

Das Hinterfragen gesellschaftlicher Gewissheiten steht auch im Zentrum des Theaterstücks „Was wir glauben“. Das aktionstheater ensemble bringt die Produktion unter der Regie von Martin Gruber am 21. Mai im Theater Kosmos – das ab 2027 Schauspielhaus Bregenz heißt – zur Uraufführung. Weitere Vorstellungen folgen am 22. und 23. Mai.

In Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz (KUB) wird am 15. April der Tanzfilm „The Ferryman“ von Gilles Delmas nach einer Choreografie von Damien Jalet gezeigt. Dazu findet eine Dialogführung durch die Ausstellung mit Kulturservice-Leiterin Judith Reichart und KUB-Direktor Thomas D. Trummer statt.

Workshops und Warm-up für das Publikum

Mit dem Projekt „Step into the Mood of Art - Dance“ kommt zeitgenössischer Tanz direkt an Vorarlberger Schulen und in Bregenzer Jugendeinrichtungen. Im Zentrum stehen Workshops zu „BLKDOG“ von Botis Seva sowie der gemeinsame Besuch der Vorstellung am 19. März.

Ein weiteres neues Format ist „Body Talk - Eintanzen für Mutige“: Die Bregenzer Tänzerin und Choreografin Silvia Salzmann lädt vor den Vorstellungen zu einem gemeinsamen Warm-up ein. Von 19.00 bis 19.25 Uhr erhalten die Besucher im Parkstudio Einblicke in die Choreografien und ihre Inhalte. Einlass ist ab 18.45 Uhr.

Eintrittstickets und Tanzpässe gelten als Fahrschein für die kostenlose Hin- und Rückfahrt im Verkehrsverbund Vorarlberg. Der Ticketverkauf startet am 3. November 2026 bei Bregenz Tourismus & Stadtmarketing oder online unter tickets.visitbregenz.com und events-vorarlberg.at.

Quelle: APA

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