Bruck an der Mur investiert 450.000 Euro in Schutzwege

Mona HopfingerMona Hopfinger
Schülerlotsen sichert Zebrastreifen in Wien-Liesing für Schulkinder mit Schultaschen
© bruckmur.at

Die Stadt Bruck an der Mur hat seit 2018 rund 450.000 Euro in die Sanierung und Modernisierung von Schutzwegen investiert. Insgesamt wurden 61 Übergänge an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst, acht weitere aufgehoben.

Die steirische Stadt Bruck an der Mur hat in den vergangenen Jahren systematisch an der Verbesserung ihrer Schutzwege gearbeitet. Mit einem Investitionsvolumen von rund 450.000 Euro wurden seit 2018 insgesamt 61 Schutzwege umfassend saniert und an geltende Sicherheitsstandards angepasst. Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger und Christian Pitow von der Fachstelle Verkehr und Infrastruktur zeigen sich zufrieden mit den abgeschlossenen Arbeiten.

Die Initiative startete 2017 mit einem Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat. Ziel war es, die Sicherheit an Querungsstellen zu erhöhen und sicherzustellen, dass Schutzwege nur dort bestehen, wo sie tatsächlich benötigt werden. In Kooperation mit der Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag, dem Land Steiermark sowie externen Gutachtern und Verkehrsplanern entstand ein mehrjähriger Umsetzungsplan.

Moderne LED-Beleuchtung und Gehsteigvorziehungen

Die Sanierungsarbeiten umfassten mehrere Bereiche: Bei einem Großteil der Schutzwege wurden moderne LED-Beleuchtungen installiert. Gehsteigvorziehungen verbessern die Sichtverhältnisse, veraltete Beschilderungen wurden durch normgerechte Modelle ersetzt. Bei Straßenumbauten wurden Schutzwege von Beginn an in die Planung integriert, um durchgängige und sichere Querungsmöglichkeiten zu schaffen, wie Pitow die Maßnahmen zusammenfasst.

Auch Beschilderung und Bodenmarkierungen wurden an geltende Richtlinien angepasst, um eine einheitliche und klare Kennzeichnung zu gewährleisten.

Acht Schutzwege aufgehoben

Im Jahr 2019 hob die Bezirksverwaltungsbehörde acht Schutzwege auf, die entweder kaum genutzt wurden oder aufgrund ihrer Lage ein Sicherheitsrisiko darstellten. Gründe für die Aufhebung waren unter anderem geringe Nutzung, gefährliche Lage in unübersichtlichen Kurven oder bei schlechten Sichtverhältnissen, bauliche Veränderungen sowie fehlende Sichtweiten durch parkende Fahrzeuge oder Vegetation.

In der Oberdorfer Straße sowie in der Bahnhofstraße wurden Schutzwege aufgehoben, nachdem Gutachten ergaben, dass sie nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprachen.

Weitere Maßnahmen für 2026 und 2027 geplant

Bürgermeisterin Kaltenegger betont, dass die Stadt durch mehrjährige Kostenplanung, Unterstützung externer Gutachter, transparente Kommunikation gegenüber Bevölkerung und Gemeinderat sowie enge Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft individuelle Lösungen für jeden Schutzweg entwickeln konnte.

Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Für die Jahre 2026 und 2027 sind weitere Maßnahmen geplant, darunter das bessere Platzieren von Hinweisschildern, um die Sicherheit der Schutzwege weiter zu erhöhen.

Besonderer Schutz für Kinder

Nach Paragraf 29a der Straßenverkehrsordnung gilt der sogenannte „unsichtbare Schutzweg“: Fahrzeuglenker müssen Kindern das ungehinderte und sichere Überqueren der Fahrbahn immer und überall ermöglichen – auch dort, wo kein Schutzweg aufgemalt ist. Sobald erkennbar ist, dass Kinder die Straße überqueren wollen, besteht Anhaltepflicht. Der Vertrauensgrundsatz gilt bei Kindern nicht – Autofahrer dürfen nicht darauf vertrauen, dass ein Kind stehen bleibt oder sich richtig verhält. Diese Regel gilt an jeder beliebigen Stelle im Straßennetz.

Appell an Verkehrsteilnehmer

Die Stadt appelliert an alle Autofahrer, in der Nähe von Schutzwegen die Geschwindigkeit zu reduzieren, immer anzuhalten, wenn Fußgänger die Straße überqueren möchten, und besonders auf Kinder sowie ältere Menschen zu achten.

Wer zu Fuß unterwegs ist, soll Schutzwege verantwortungsvoll queren, den Blickkontakt mit Autofahrern suchen und sich vor allem in den kommenden Wintermonaten durch helle Kleidung oder Reflektoren besser sichtbar machen. Anwohner ersucht man, Gehsteige und die Sichtbereiche von Schutzwegen freizuhalten. Schäden und Gefahrenstellen sollen sie umgehend der Stadtverwaltung melden, am besten über das Anliegenmanagement der Cities-App.

Quelle: https://www.bruckmur.at/aktuelles-aus-der-stadt/news-detail/schutzwege-in-bruck-an-der-mur-450000-euro-fuer-mehr-sicherheit.html

Worüber spricht Bruck an der Mur?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.