Bruck an der Mur setzt auf öffentliche Wasserversorgung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Vier Personen mit Wasserflaschen vor einer Testapparatur mit Wasserhähnen in Kärnten
© Stadt Bruck an der Mur, LA-Cinematics

Die steirische Stadt Bruck an der Mur versorgt ihre Bevölkerung zu 100 Prozent mit Grund- und Quellwasser. Mit elf Hochbehältern, drei Brunnen und 150 Kilometern Leitungsnetz zeigt die Kommune, wie öffentliche Wasserversorgung funktioniert.

Die steirische Stadt Bruck an der Mur macht transparent, wie ihr kommunaler Wasserbetrieb arbeitet. Anlass sind die extremen Trockenperioden und sinkenden Grundwasserspiegel der vergangenen Monate, die in vielen Kommunen zu Engpässen geführt haben.

Das Trinkwasser in Bruck stammt ausschließlich aus Grund- und Quellwasser. Diese Qualität sei das Resultat jahrzehntelanger Investitionen, definierter Schutzgebiete und einer kontinuierlich gewarteten Infrastruktur, heißt es von der Stadt. Der Wasserbetrieb betreibt aktuell elf Hochbehälter, drei Brunnen, 21 Quellen, rund 150 Kilometer Leitungsnetz und 321 Hydranten.

„Grundlage jeder Stadtentwicklung“

Wasserbetriebsleiter Franz Kirl bezeichnet die Versorgung als kommunales Versprechen, das täglich eingelöst werden müsse. „Eine sichere Wasserversorgung ist die Grundlage jeder Stadtentwicklung und der zentrale Pfeiler unserer kommunalen Verantwortung. Bruck zeigt, wie wichtig es ist, dass Trinkwasser in öffentlicher Hand bleibt – und wie gut das funktionieren kann“, so Kirl. Nachhaltige Förderung, strenge Kontrollen und laufende Pflege der Anlagen würden dafür sorgen, dass die Bevölkerung jederzeit auf sauberes und sicheres Trinkwasser vertrauen könne.

Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger betont die Bedeutung der kommunalen Verantwortung. „Unser Trinkwasser ist ein kommunaler Schatz. Wir fördern es nachhaltig, schützen unsere Quellen konsequent und überwachen jede Stufe der Versorgung. Die Menschen in Bruck können sich darauf verlassen, dass ihr Wasser sauber, sicher und jederzeit verfügbar ist“, wird die Bürgermeisterin zitiert. Die öffentliche Führung des Wasserbetriebs sei ein entscheidender Vorteil, weil Entscheidungen ausschließlich dem Wohl der Bevölkerung dienten.

Film zeigt Weg des Wassers

Um die Bedeutung des Trinkwassers stärker ins Bewusstsein zu rücken, hat die Stadt gemeinsam mit der Brucker Filmfirma LA-Cinematics einen Film über die Wasserversorgung produziert. Er zeigt, wie das Wasser aus den Quellen über Brunnen und Hochbehälter bis in die Haushalte gelangt. Das Thema wird über Medien und Social Media vermittelt, um die Bevölkerung für die Bedeutung einer funktionierenden öffentlichen Wasserversorgung zu sensibilisieren.

Millionen-Investitionen geplant

Von 2016 bis 2025 investierte die Stadt rund 3,9 Millionen Euro in die Erneuerung und Sanierung der Wasserversorgungsinfrastruktur. Dazu zählen Versorgungs- und Transportleitungen, Hausanschlüsse, Löschwasserversorgungsanlagen, Pump- und Druckerhöhungsanlagen sowie Fernwirk- und Prozesssteuerungsanlagen.

Bis 2036 sind weitere Investitionen von mehr als 2,5 Millionen Euro in die Wasserinfrastruktur vorgesehen. Geplant sind Investitionen in zahlreiche Leitungsabschnitte sowie Sanierungen an wichtigen Bauwerken wie Hochbehältern und Quellgebieten.

Als zweitgrößter Eigentümer der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd GmbH trägt Bruck an der Mur zur steiermarkweiten Vernetzung der Wasserversorgung bei. Dies soll die Trinkwasserversorgung auch in Trockenzeiten und Krisensituationen sichern.

Quelle: https://www.bruckmur.at/aktuelles-aus-der-stadt/news-detail/qualitaet-versorgungsicherheit-und-transparenz-bruck-an-der-mur-zeigt-wie-moderne-wasserversorgung-funktioniert.html

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