Bud-Spencer-Enkel expandieren mit Bohnen nach Osteuropa

Mathias FischerMathias Fischer
Bohnen-Dose, Bier, Pizza und Wachstumsprognose für Osteuropa
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Enkel des verstorbenen Schauspielers Bud Spencer bauen ihre Lebensmittelmarke Bud Power weiter aus. Nach Österreich sollen die „Fagioli alla Bud Spencer“ nun auch in Polen und Tschechien verkauft werden.

Alessandro und Carlo Pedersoli, die Enkel des 2016 verstorbenen italienischen Schauspielers Bud Spencer, treiben die Expansion ihrer Lebensmittelmarke Bud Power voran. Besonders Osteuropa steht im Fokus, wo die Filme des durch Western- und Prügelfilme mit Terence Hill bekannt gewordenen Darstellers nach wie vor sehr populär sind.

Das Flaggschiffprodukt der Marke sind Bohnen nach einem Rezept, das ihr Großvater während der Dreharbeiten am Set zubereiten ließ. Die Idee für das Geschäft entstand während der Corona-Pandemie. Die beiden Brüder verbanden damit zwei zentrale Leidenschaften ihres Großvaters: Sport und Essen. 2022 gründeten sie das Unternehmen, das zunächst auf Proteinriegel setzte. Den Durchbruch schafften jedoch die Bohnen in der markanten Dose mit dem Konterfei des Schauspielers.

Rasantes Umsatzwachstum

Das Unternehmen mit Sitz in Mailand beschäftigt rund zehn Mitarbeiter und produziert nicht selbst. Stattdessen entwickelt Bud Power die Rezepte, besorgt die Zutaten, überwacht die Produktionsstandards und kooperiert mit ausgewählten Produzenten. Auch Verpackung, Marketing und Logistik liegen in der Hand des Unternehmens.

Der Umsatz stieg von rund 700.000 Euro im Jahr 2023 auf 2,7 Millionen Euro 2024 und acht Millionen Euro 2025. Für 2026 wird ein Umsatz von zwölf Millionen Euro angepeilt.

Marktführer in Italien

Nach dem Start in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Ungarn sollen die Bud-Bohnen nun auch in Polen und Tschechien erhältlich sein. In Italien hat die Marke laut Unternehmensangaben bereits eine starke Stellung. Bei verzehrfertigen Beilagen, zu denen die Bud-Spencer-Bohnen zählen, erreiche Bud Power rund 55 Prozent der Verkäufe im italienischen Lebensmittelhandel, erklärte Alessandro Pedersoli gegenüber der Tageszeitung „La Stampa“.

Das Sortiment wurde mittlerweile erweitert. Dazu gehören ein Bier als Hommage an die bekannte Bier-und-Wurst-Szene aus „Zwei außer Rand und Band“ sowie ein „Pizzone alla Bud Spencer“, der an den charakteristischen Schlag des Schauspielers erinnern soll.

Großmutter als Qualitätskontrolle

Die Produkte sollen möglichst dem entsprechen, was Bud Spencer selbst gegessen hätte. Die Rezepturen werden zunächst vom Hersteller getestet und anschließend von der Großmutter der Firmengründer verkostet. „Wir fragen sie, ob sie das Produkt zu Hause mit ihrem Mann gegessen hätte“, erzählt Alessandro Pedersoli. Wenn ein Gericht für sie zu industriell schmecke, werde es verworfen.

Der 1929 als Carlo Pedersoli in Neapel geborene Bud Spencer begann seine Karriere als Leistungsschwimmer, war aber auch Jurist, Unternehmer, Musikproduzent und Bestsellerautor. Der Neapolitaner starb im Juni 2016 im Alter von 86 Jahren. Berühmt wurde er durch Filme wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ und „Sie nannten ihn Plattfuß“ – meist im Doppelpack mit Terence Hill.

Quelle: APA

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