Bürgerforum erarbeitet Ideen für klimafitte Gemeinde

Mona HopfingerMona Hopfinger
Bürgerprojekt gemeinsames Pflanzen, Spielstraße, Nachbarschaftstreff, Blumenwiese und Mehrgenerationenwohnen in einer Siedlung
© Mit KI (Gemini) generiert

Bei einem Workshop am 12. Oktober sammelten Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für eine lebenswerte und klimafreundliche Gemeinde. Die Ergebnisse reichen von Begrünung über Begegnungsorte bis zu leistbarem Wohnen.

In vier Themenbereichen wurden die Vorschläge aus dem Workshop gebündelt. Im Mittelpunkt standen Klimaanpassung, soziales Miteinander und Wohnen für alle Generationen.

Mehr Grün und Schatten im Ortsbild

Für öffentliche Plätze wünschen sich die Teilnehmer zusätzliche Bäume, Sträucher und Grünflächen. Schulhöfe, der Kirchenparkplatz und der Volksschulvorplatz sollen begrünt und entsiegelt werden.

Bestehende Bäume sollen gepflegt und Nachpflanzungen ermöglicht werden. Auch im Rahmen von Spielstraßen und des Schulstraßenprojekts ist Begrünung vorgesehen. Gemeinsame Pflanzaktionen mit klimafitten Bäumen sollen das Ortsbild grüner und lebenswerter machen.

Als Herausforderungen gelten unterschiedliche Gestaltungsvorstellungen, private Grundstücke und bestehende Gasleitungen. Eine Informationskampagne soll starten, geeignete Flächen werden geprüft. Offen ist, welche Maßnahmen die Gemeinde selbst übernehmen kann.

Treffpunkte und Veranstaltungen für den Austausch

Um Begegnungen zu fördern, schlagen die Bürger mehr Veranstaltungen vor: Theater, Lesungen, Buchklub, Open-Air-Kino, Wettbewerbe und ein Plaudercafé. Die digitale Vernetzung der Bevölkerung soll gestärkt werden. Ein Café oder Gasthaus als Treffpunkt wird gewünscht, die Nibelungenstube könnte dafür geprüft werden.

Nächste Schritte: Räumlichkeiten und Standorte sichten, Bedürfnisse erheben und Veranstaltungsangebote entwickeln. Unklar ist noch, wie die Gemeinde einen solchen Begegnungsort unterstützen kann.

Leistbares Wohnen für Jung und Alt

Ältere Menschen sollen trotz veränderter Lebensumstände im Ort bleiben können. Junge Menschen brauchen leistbaren Wohnraum, unabhängig von einer Erbschaft. Leerstand soll durch neue Nutzungskonzepte aktiviert werden, eine Leerstandsabgabe wird politisch gefordert. Wohnformen, die generationenübergreifendes Zusammenleben und gegenseitige Unterstützung ermöglichen, sollen gefördert werden.

Geplant sind Erhebungen zu Leerstand und Wohnbedürfnissen, die Prüfung von Fördermöglichkeiten und Gespräche mit Eigentümern. Offen bleibt, welche Möglichkeiten die Gemeinde hat, leistbares und generationenübergreifendes Wohnen zu fördern.

Neue Kultur in der Kommunalpolitik

Die Zusammenarbeit im Gemeinderat soll verbessert werden. Mehr Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung, stärkerer politischer Austausch und eine respektvolle, lösungsorientierte Gesprächskultur werden angestrebt. Ziel ist eine offene, konstruktive und partizipative politische Kultur.

Bestehende Beteiligungsmöglichkeiten sollen weiterentwickelt, Bürgerdialoge gefördert und transparente Kommunikation gestärkt werden.

Wie es weitergeht

Die Projektideen werden nun priorisiert, erste umsetzbare Maßnahmen ausgewählt. Zuständigkeiten zwischen Gemeinde und engagierten Bürgern müssen geklärt werden. Kosten, Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen werden geprüft. Interessierte sollen eingebunden, Fortschritte regelmäßig kommuniziert werden.

Die Workshop-Ergebnisse bilden die Grundlage für konkrete Projekte in der Gemeinde.

Quelle: https://www.zeiselmauer-wolfpassing.gv.at/Zusammenfassung_der_Projektideen_und_Ergebnisse_-_Buergerforum

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