Bund und Länder planen 250 Millionen für Trinkwasser

Beim Trinkwassergipfel in Wien haben Umweltminister Norbert Totschnig und Vertreter der Bundesländer ein Maßnahmenpaket für die langfristige Versorgungssicherheit beschlossen. Bis 2028 fließen 250 Millionen Euro in die Infrastruktur.
Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP), Landesrat Maximilian Aigner und Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler haben am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern der Bundesländer und Experten des Umweltministeriums in Wien über die Zukunft der Trinkwasserversorgung beraten. Im Zentrum des Gipfels standen gemeinsame Schritte zur langfristigen Absicherung der Versorgung.
Anhaltende Trockenheit, regional niedrige Grundwasserstände und längere Hitzeperioden fordern die Wasserwirtschaft heraus. Das erste Halbjahr 2026 war das zweittrockenste seit Messbeginn. In Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg wurden sogar Rekordwerte verzeichnet. Diese Entwicklung hat die Bedeutung der Vorsorge beim Thema Trinkwasser deutlich gemacht. Bund und Länder wollen mit einem gemeinsamen Maßnahmenpaket die Versorgung langfristig sicherstellen.
Salzburg setzt auf regionale Strukturen
Landesrat Aigner bezeichnete die Trinkwasserversorgung als „Daseinsvorsorge und eine Gemeinschaftsaufgabe“. Salzburg sei mit seinen 649 eigenständigen Wasserversorgern stark und regional gut aufgestellt. „Damit das auch in Zeiten von Trockenheit und Klimawandel so bleibt, setzen wir auf Vorsorge, Bewusstseinsbildung und verlässliche Daten“, erklärte Aigner. Moderne Prognoseinstrumente wie das Trockenheitstool und regelmäßige Langzeitprognosen sollen den Wasserversorgern helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.
Wasserentnahmeregister wird eingeführt
Um die Versorgung langfristig abzusichern, setzt der Bund gemeinsam mit den Bundesländern auf ein umfassendes Maßnahmenpaket. Die wissenschaftliche Grundlage dafür liefert die laufende Studie „Wasser im Klimawandel“, die die Auswirkungen des Klimawandels auf den österreichischen Wasserhaushalt untersucht. Die Erkenntnisse fließen in den Trinkwassersicherungsplan, den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan und die Nationale Wasserstrategie ein.
Mit dem österreichweiten Wasserentnahmeregister werden künftig wasserwirtschaftlich relevante Wasserentnahmen digital erfasst. Dadurch können regionale Entwicklungen frühzeitig erkannt und Wasserressourcen noch gezielter bewirtschaftet werden.
Investitionen bis 2028 geplant
Das Umweltministerium stellt bis 2028 insgesamt 250 Millionen Euro für die Siedlungswasserwirtschaft und Investitionen in eine klimafitte Trinkwasserinfrastruktur bereit. Laut Regierungsprogramm soll diese Finanzierung auch im Rahmen der nächsten Finanzausgleichsverhandlungen über 2028 hinaus abgesichert werden.
Umweltminister Totschnig betonte: „Österreich verfügt über eine flächendeckende, sichere und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeiten Bund, Länder, Gemeinden und Wasserversorger eng zusammen.“ Mit dem Trinkwassersicherungsplan habe man einen gemeinsamen strategischen Rahmen geschaffen. Man investiere konsequent in eine moderne Wasserinfrastruktur, verbessere die Datengrundlagen, stärke die Wasserresilienz und fördere einen sorgsamen Umgang mit Wasser.
Bewusstsein für Wasserschutz schaffen
Sowohl der Bund als auch das Land Salzburg setzen auf Bewusstseinsbildung. Über die Plattformen des Bundes gen blue, Wasseraktiv und die aktuelle Wasserspar-Kampagne wird zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser aufgerufen. In Salzburg werden bereits Kinder für einen sorgsamen Umgang mit dem Lebenselixier Wasser sensibilisiert – etwa mit der Aktion TrinkWasser!Schule.
„Damit schaffen wir schon früh Bewusstsein dafür, welchen Wert sauberes Trinkwasser hat und warum jeder Einzelne einen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser leisten kann“, sagte Landesrat Aigner. Wasser zu schützen heiße, Verantwortung für die kommenden Generationen zu übernehmen.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Trinkwassergipfel_in_Wien_zu_langfristiger_sicherer_Versorgung
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