Bundesforste bringen Waldbier mit Fichte und Moos heraus

Mathias FischerMathias Fischer
Bierverkostung in Wien: Drei Männer mit Biergläsern vor einem historischen Gebäude
© oebf/Astrid Bartl

Die Österreichischen Bundesforste präsentieren gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye die 16. Waldbier-Edition. Erstmals gibt es auch eine alkoholfreie Variante namens „Astrein“.

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) und Braumeister Axel Kiesbye haben die neue Waldbier-Edition 2026 vorgestellt. Unter dem Motto „Fichte & Moos“ steht heuer die Beziehung zwischen Fichtenwipferl und Haarmützenmoos im Mittelpunkt. Die 16. Ausgabe des Waldbiers markiert zugleich den Start eines neuen mehrjährigen Zyklus, der sich mit Baumpartnerschaften und Waldsymbiosen beschäftigt.

„Das Haarmützenmoos ist ein häufiger Begleiter in fichtenreichen Wäldern. Die Moosart profitiert von den sauren und feuchten Standortbedingungen, die durch Fichtenbestände und ihre Nadelstreu geprägt werden“, erklärte Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der ÖBf. Das Moos erfülle wichtige Funktionen im Ökosystem: Es trage zur Humusbildung bei, könne ein Vielfaches seines Eigengewichts an Wasser speichern und unterstütze die Stabilisierung des Waldbodens.

Zutaten aus dem Salzburger Pinzgau

Die Zutaten für die diesjährige Edition wurden bereits im Frühjahr auf Bundesforste-Flächen im Salzburger Pinzgau von Hand geerntet. Braumeister Kiesbye, ÖBf-Revierleiter Franz Gruber und sein Team sammelten rund zwölf Kilogramm junge Fichtenwipferl und zwei Kilogramm Haarmützenmoos in einem Bergwald bei Bruck an der Glocknerstraße.

Das Bier präsentiert sich durch den Einsatz von Karamellmalz waldhonigfarben bis rötlichbraun. Geschmeidige Malznoten und der apfelfruchtige Calypso-Hopfen bilden den Rahmen für die beiden Waldzutaten. „Das Haarmützenmoos bringt leicht bittere Noten mit, während die Fichtenwipferl für harzig-nussige Aromen sorgen“, so Kiesbye. Mit zunehmender Reife würden sich die Aromen in Richtung Dörrobst und Cognac verändern.

Das naturbelassene und unfiltrierte Kreativbier wurde im Juni 2026 in der Trumer Privatbrauerei in Obertrum bei Salzburg eingebraut und durch kalte Lagerung natürlich geklärt. Mit 6,5 Vol.-% Alkohol verfügt die Edition über eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit.

Erstmals alkoholfreie Variante

Erstmals in seiner 16-jährigen Geschichte wird das Waldbier um eine alkoholfreie Kreation ergänzt. Das neue Waldbier „Astrein“ ist ein fruchtig-frisches Bier mit weniger als 0,5 Vol.-% Alkohol. „Mit ‚Astrein' gehen wir heuer einen neuen Weg und machen dieses besondere Genusserlebnis auch alkoholfrei zugänglich“, sagte Georg Schöppl, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste.

Fichtenwipferl, Holunderblüten und Waldhonig sind die Hauptzutaten des ersten alkoholfreien Waldbiers. Die Waldzutaten stammen aus Wildsammlung in Bundesforste-Revieren in Oberösterreich und im Salzburger Pinzgau. Eingebraut wurde das Kreativbier im Juni in der Golser Brauerei im Burgenland, die Abfüllung erfolgte in der Brauerei Ried in Oberösterreich.

Fruchtige Aromen von Holunder und Zitrone verbinden sich mit Malzwürze, Waldhonig und Bio-Zitronensaft zu einer frischen, beinahe limonadenartigen Anmutung. Ein Hauch von Marzipan ergänzt das Aromenspiel, während die Bittere des Hopfens die süßlich-sauren Geschmacksnoten ausbalanciert.

Die beiden neuen Waldbier-Kreationen wurden am 16. September 2026 im Restaurant Reznicek in Wien präsentiert. Die klassische Waldbier-Edition „Fichte & Moos“ ist in der 0,75-l-Gourmetflasche sowie in der 0,33-l-Aleflasche erhältlich. Das alkoholfreie Waldbier „Astrein“ gibt es in der 0,33-l-Aleflasche. Beide Waldbiere können über den Online-Shop der Kiesbye Naturbrauerei sowie im ausgewählten Fachhandel bezogen werden.

Quelle: https://www.bundesforste.at/newsroom/presse/pressedetail/news/fichte-trifft-moos-waldbier-2026-im-zeichen-besonderer-waldpartnerschaften.html

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