Bundesheer tauft elf Militärhunde-Welpen in Kaisersteinbruch

Mathias FischerMathias Fischer
© Willians Huerta / Pexels (Symbolbild)

Das Militärhundezentrum hat am Donnerstag elf Welpen offiziell in den Dienststand übernommen. Bei der traditionellen Welpentaufe in Kaisersteinbruch waren Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und ÖFB-Präsident Josef Pröll anwesend.

Im Rahmen des Traditionstages des Militärhundezentrums wurden am Donnerstag, dem 13. August 2026, elf Welpen getauft. Die Zeremonie markiert die offizielle Übernahme der Hunde in den Dienststand des Bundesheeres. Anwesend waren Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sowie zahlreiche Fest- und Ehrengäste. Während der Feier wurde dem heiligen Rochus, dem Schutzpatron der Diensthunde, gedacht.

Die Patenschaft für die jüngsten Mitglieder übernahm der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB), vertreten durch Präsident Josef Pröll. Die Welpentaufe erfolgt symbolisch durch das Umhängen der Diensthundemarke: Rüden erhalten ein blaues Band, Weibchen ein rosa Band.

„Auch die Kleinsten tragen schon zur Sicherheit Österreichs bei - unsere Militärhunde leisten gemeinsam mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit unseres Landes“, sagte Tanner. Mit der „Mission Vorwärts“ werde sichergestellt, dass das Militärhundezentrum künftig über die notwendigen Fähigkeiten und Strukturen verfüge, um diesen Auftrag bestmöglich zu erfüllen.

Ausbildung beginnt nach Welpenschule

Die elf Belgischen Schäferhunde wurden am 26. Mai im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch (Burgenland) geboren. Sie tragen die Namen Trude, Taiga, Tara, Tracy, Thorin, Twixx, Titan, Tank, T-Bone, Tonic und Tantor – entsprechend dem traditionsgemäßen „T-Wurf“.

Nun startet für die Welpen die Ausbildung im Militärhundezentrum. Zunächst werden sie gesundheitlich untersucht und besuchen die sogenannte „Welpenschule“. In zwei Jahren sollen sie als Wach- und Schutzhunde sowie als Spürhunde für Sprengstoffe und Suchtmittel eingesetzt werden.

157 Militärhunde im Bundesheer im Einsatz

Das Militärhundezentrum ist seit 1964 die zentrale Zucht- und Ausbildungsstätte für alle Militärhunde des Bundesheeres. Die Ausbildung umfasst Wach- und Schutzdienst, das Aufspüren von Sprengstoffen und Suchtmitteln sowie die Suche nach Personen anhand ihrer Fährte.

Insgesamt verfügt das Bundesheer über 157 Militärhunde und 99 Hundeführer. Davon sind 79 Hunde und 21 Hundeführer im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch eingesetzt. Der Frauenanteil unter den Hundeführern liegt dort bei 41 Prozent. Weitere 78 Militärhunde sind mit ihren Hundeführern an anderen Dienststellen des Bundesheeres im Einsatz.

Bei den Militärhunden handelt es sich um Rottweiler, Schäferhunde, Labradore und Jagdhunde, die im gesamten Bundesgebiet und auch im Ausland zum Einsatz kommen. Mit mehr als 2.400 registrierten Rottweilern gilt das Militärhundezentrum als weltweit größter Halter dieser Rasse.

Quelle: OTS

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