Bundesheer trifft Pädagogische Hochschulen in Wiener Neustadt

Vertreter aller 14 Pädagogischen Hochschulen Österreichs haben sich am Donnerstag mit Experten des Bundesheeres an der Theresianischen Militärakademie ausgetauscht. Thema war die Umfassende Landesverteidigung und die Bedeutung des Bildungsbereichs.
An der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt fand am 8. Oktober 2026 eine Tagung zwischen Rektorinnen und Rektoren sowie Vizerektorinnen und Vizerektoren der Pädagogischen Hochschulen und Vertretern des Bundesheeres statt. Nach Begrüßungsworten von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der Tagungsleiterin Beatrix Karl, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark, wurden bestehende Kooperationen zwischen Bildungs- und Verteidigungsministerium präsentiert. Im Fokus stand die Stärkung des Verständnisses für die Aufgaben des Bundesheeres im Bildungsbereich.
Ausbildungsmöglichkeiten und Geistige Landesverteidigung
Das Bundesheer stellte seine Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote vor – von der Unteroffiziers- und Offiziersausbildung über die Lehrlingsausbildung bis zu den Studiengängen an der Landesverteidigungsakademie. Präsentiert wurden auch der Bildungscampus der Theresianischen Militärakademie mit seinen Studiengängen und Instituten sowie die BHAK für Führung und Sicherheit.
Ein zentrales Thema war die Umfassende Landesverteidigung, insbesondere die Geistige Landesverteidigung. Deren Bedeutung für die Aufrechterhaltung demokratischer, liberaler und pluralistischer Werte der Gesellschaft wurde diskutiert. Zudem wurden bestehende Kooperationen zwischen Bundesheer und Bildungssystem aufgezeigt.
Tanner: „Sicherheit beginnt mit Verständnis“
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte: „Sicherheit beginnt dort, wo Menschen verstehen, warum bestimmte Aufgaben für unser Land wichtig sind. Deshalb ist der Austausch zwischen dem Bildungsbereich und dem Bundesheer so wertvoll – um Erfahrungen und Wissen miteinander zu teilen. Genau solche Gespräche helfen uns, Verständnis zu fördern und eine Grundlage für Zusammenarbeit und Vertrauen zu schaffen.“
Knapp 200.000 Menschen erreicht
Die sicherheitspolitische Bildungsarbeit des Bundesheeres richtet sich an alle Schulstufen, Bildungseinrichtungen sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Informationsoffiziere vermitteln Wissen über Sicherheitspolitik, die Aufgaben des Bundesheeres, seine Einsätze sowie demokratische Grund- und Freiheitsrechte. Im Tätigkeitsjahr 2025/26 wurden rund 5.000 Einsätze durchgeführt und dabei knapp 200.000 Menschen erreicht.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die jährlich rund um den Nationalfeiertag stattfindende „Karriereplattform am Heldenplatz – Tag der Schulen“. Im vergangenen Jahr informierten sich dort mehr als 7.000 Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsbilder und Karrierechancen beim Bundesheer sowie in zivilen Unternehmen und Betrieben.
Quelle: OTS
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