Bundesheer übt mit Eurofightern im Überschallbereich

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Von 3. bis 13. November trainieren die österreichischen Luftstreitkräfte mit Überschallflügen. Pro Tag sind bis zu drei Flüge zwischen 8 und 19 Uhr geplant – Ballungsräume, Tirol und Vorarlberg bleiben ausgespart.

Die österreichischen Luftstreitkräfte absolvieren von 3. bis 13. November 2026 ihr zweites Überschalltraining des Jahres. Täglich können bis zu drei Flüge zwischen 8 und 19 Uhr stattfinden.

Für die Ausbildung der Eurofighter-Piloten ist das Fliegen im Überschallbereich unverzichtbar. Eine wirksame Luftraumüberwachung erfordert Training unter realen körperlichen Belastungen, die sich im Simulator nicht vollständig abbilden lassen. Zudem wird die zeitkritische Abstimmung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren sowie militärischer und ziviler Flugsicherung geübt – Flugsicherheit steht dabei an erster Stelle.

Fluggebiete und Lärmschutz

Geflogen wird über nahezu dem gesamten Bundesgebiet. Ausgenommen sind Ballungsräume sowie die Bundesländer Tirol und Vorarlberg. Die genauen Fluggebiete legt das Bundesheer gemeinsam mit der zivilen Flugsicherung fest. Um die Lärmbelastung zu verringern, erfolgen die Flüge in großen Höhen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont: „Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar. Rund 50-mal pro Jahr werden die Eurofighter alarmiert, dann muss jeder Handgriff sitzen und die Koordination in der Luft friktionslos funktionieren. Die Wahrung der Lufthoheit ist für einen souveränen Staat zentral und muss deshalb kontinuierlich – auch im Überschallbereich – geübt und weiterentwickelt werden.“

Überschallknall und Schutzmaßnahmen

Ab etwa 1.200 km/h beginnt die Überschallgeschwindigkeit. Nähert sich ein Eurofighter diesem Tempo, bilden sich Stoßwellen am Flugzeug, die am Boden als Überschallknall hörbar werden können. Wie stark der Knall ausfällt, hängt von Flughöhe, Geländestruktur und Wetterbedingungen ab.

Das Bundesheer setzt mehrere Maßnahmen um, um die Auswirkungen am Boden zu minimieren: Beschleunigungsphasen werden so kurz wie möglich gehalten, die Schallverteilung wird dokumentiert, um wiederholte Beschallung derselben Gebiete zu vermeiden. Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte und Wien bleiben für Überschallflüge gesperrt – Unterschallflüge sind dort weiterhin möglich. Zwischen 12 und 13 Uhr sowie an Wochenenden finden keine Überschallflüge statt. Die Flüge werden in Höhen über 12.500 Meter durchgeführt, um den Knall am Boden zu reduzieren.

Quelle: https://www.reingers.gv.at/Eurofighter-Piloten_trainieren_im_Ueberschallbereich

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