Bundesheer übt Überschallflüge

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Von 3. bis 13. November trainieren Eurofighter-Piloten im Überschallbereich. Ballungsräume, Tirol und Vorarlberg bleiben ausgespart.

Die österreichischen Luftstreitkräfte absolvieren ihr zweites Überschalltraining des Jahres. Zwischen 3. und 13. November sind an den Trainingstagen jeweils bis zu drei Überschallflüge zwischen 8 und 19 Uhr vorgesehen.

Überschallflüge gehören zur Standardausbildung der Eurofighter-Piloten und sind für die Luftraumüberwachung unverzichtbar. Die Piloten trainieren dabei unter körperlichen Belastungen, die im Simulator nicht vollständig darstellbar sind. Zudem wird die zeitkritische Koordination zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren sowie militärischer und ziviler Flugsicherung geübt.

Flüge über fast ganz Österreich

Geflogen wird über nahezu dem gesamten Bundesgebiet – ausgenommen sind Tirol, Vorarlberg und Ballungsräume. Die genauen Fluggebiete legt das Bundesheer gemeinsam mit der zivilen Flugsicherung fest. Um die Lärmbelastung zu minimieren, erfolgen die Flüge in großen Höhen.

„Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Rund 50-mal jährlich würden die Eurofighter alarmiert, dann müsse jeder Handgriff sitzen. Die Wahrung der Lufthoheit sei für einen souveränen Staat zentral und müsse kontinuierlich geübt werden.

Überschallknall ab 1.200 km/h

Ab etwa 1.200 km/h entstehen Stoßwellen am Flugzeug, die am Boden als Überschallknall hörbar werden können. Wie intensiv der Knall wahrgenommen wird, hängt von Flughöhe, Gelände und Wetter ab.

Das Bundesheer setzt mehrere Maßnahmen zur Lärmreduktion: Beschleunigungsphasen werden möglichst kurz gehalten, die Schallverteilung wird dokumentiert, um wiederholte Beschallung derselben Gebiete zu vermeiden. Ballungsräume rund um Landeshauptstädte und Wien bleiben für Überschallflüge gesperrt. Zwischen 12 und 13 Uhr sowie an Wochenenden finden keine Überschallflüge statt. Geflogen wird in Höhen über 12.500 Meter.

Lärmbeschwerden und Meldungen von Sachschäden können an das jeweilige Militärkommando im Bundesland gerichtet werden. In Niederösterreich ist das Militärkommando Niederösterreich von 9 bis 14 Uhr unter 0664 622 7267 oder per E-Mail an presse.niederoesterreich@bmlv.gv.at erreichbar.

Quelle: https://www.schoenautriesting.at/Bundesheer_Eurofighter-Piloten_trainieren_im_Ueberschallbereich_1

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