Burg Forchtenstein zeigt Feuerwehr-Ausstellung

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von Personen vor Schloss Traunsee in Gmunden, Oberösterreich
© Esterhazy Betriebe AG

Die Burg Forchtenstein im Burgenland wartet im Sommer 2026 mit neuen Ausstellungen auf. Im Zentrum steht eine Sonderausstellung zur Brandschutzgeschichte anlässlich des 135-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Neustift an der Rosalia.

Die Burg Forchtenstein präsentiert sich heuer mit einem erweiterten Angebot als Kultur- und Ausflugsziel. Neben einer neuen Sonderausstellung zur Geschichte des Brandschutzes gibt es eine Jahresausstellung zur Marienverehrung sowie spezielle Familienangebote. Auch die Burggastronomie wurde weiterentwickelt.

Brandschutz im Mittelpunkt der Sonderausstellung

Die neue Sonderausstellung trägt den Titel „Vom Löschkübel bis zum Spritzenwagen. Feuer, Brand, Kulturgutschutz auf Burg Forchtenstein im Wandel der Zeit“. Sie ist dem 135-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Neustift an der Rosalia gewidmet und beleuchtet die enge Verbindung zwischen der Burg und dem Feuerwehrwesen über Jahrhunderte hinweg.

Bereits eine Brandschutz-Verordnung aus dem Jahr 1603, festgehalten im sogenannten „Pannbuch“ der Grafschaft Forchtenstein, belegt die historische Bedeutung des Themas. Im 19. Jahrhundert wurden auf der Burg Brandschutz- und Bergeübungen abgehalten. Der Burgkastellan stellte im Auftrag des Fürsten sogar eine eigene Feuerwehrtruppe zusammen.

Zu sehen sind unter anderem historische Feuerwehrgerätschaften, darunter zwei erhaltene Handspritzen. Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung des Brand- und Kulturgutschutzes auf der Burg sowie die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Neustift an der Rosalia, die bis heute regelmäßig Übungen auf dem Burggelände durchführt.

Kuratiert wurde die Schau von Dr. Florian T. Bayer, Leiter der Sammlung Privatstiftung Esterhazy, gemeinsam mit Thomas Gruber, B.Sc., Leiter des Archivs der Sammlung Privatstiftung Esterhazy. Ergänzend zur Präsentation auf der Burg ist ab 18. Juli ein Museumscontainer vor dem Feuerwehrhaus in Neustift an der Rosalia mit weiteren historischen Feuerwehrspritzen zu besichtigen.

Jahresausstellung zur Marienverehrung

Die Jahresausstellung „Maria, Königin des Himmels“ widmet sich erstmals einem bisher wenig beleuchteten Kapitel der Esterházy-Geschichte. Im Fokus steht die außergewöhnliche Marienverehrung von Fürst Paul I. Esterházy, die sich in Kunstwerken, kostbaren Sammlungsobjekten, Publikationen und eigenen Kompositionen des Fürsten zeigt.

Die Marienverehrung war für Fürst Paul I. Esterházy mehr als persönliche Frömmigkeit. Sie wurzelte im Vorbild seiner Mutter Christina und seiner Erziehung durch den Jesuitenorden und durchdrang nahezu alle Bereiche seines Wirkens. Kuratiert wurde die Ausstellung von Margit Kopp, MA, Leitung Forschung und stellvertretende Leiterin der Sammlung Privatstiftung Esterhazy.

Die Exponate aus mehreren Jahrhunderten veranschaulichen, wie eng Glaube, Kunst und Herrschaft im barocken Europa miteinander verwoben waren.

Familienwochenenden mit Zirkuserlebnis

An den 18. und 19. Juli sowie am 25. und 26. Juli 2026 finden die „Fabelhaften Familienwochenenden“ statt. Die Burg verwandelt sich dabei in ein Zirkuserlebnis mit zahlreichen Mitmachstationen, faszinierenden Vorführungen und Gelegenheiten zum Staunen.

Das Programm lädt Kinder ein, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und die Burg auf spielerische Weise kennenzulernen. Gleichzeitig sollen Erwachsene und Familien gemeinsame Erlebnisse haben, sodass für jede Generation etwas geboten wird.

Neue Leitung in Gastronomie und Burg

Das Restaurant Grenadier auf Burg Forchtenstein steht seit dieser Saison unter neuer Leitung. Karin Karall verantwortet als Restaurantleiterin den operativen Betrieb und begleitet die Weiterentwicklung des regional verwurzelten Angebots. Ziel ist es, den Gästen eine hochwertige kulinarische Ergänzung zum Kultur- und Ausstellungserlebnis zu bieten.

Das Restaurant hat von Dienstag bis Donnerstag von 9.30 bis 19 Uhr, Freitag und Samstag von 9.30 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag. Die Küche ist von 11 bis 18 Uhr beziehungsweise 20.30 Uhr geöffnet.

Mit Ende November verabschiedete sich Herbert Zechmeister als langjähriger Kastellan der Burg Forchtenstein anlässlich seines 65. Geburtstags in den Ruhestand. Die Leitung hat bereits Maria Hauf als Kastellanin übernommen, die das Angebot der Burg mit frischen Impulsen weiterentwickelt.

Michael Gröschl, Vorstand der Esterhazy Betriebe AG, betont die Bedeutung der Burg als Kulturstandort im Burgenland, der Geschichte, Kultur und Freizeitangebot vereint. Besonders wichtig sei es, Familien einen Ort zu bieten, an dem Geschichte auf lebendige und zugängliche Weise vermittelt wird.

Alexander Rüdiger Knaak, Bürgermeister der Gemeinde Forchtenstein, bezeichnet die Burg als weithin sichtbares Wahrzeichen und einen der wichtigsten Besuchermagnete des Burgenlands. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Esterhazy Betriebe AG schaffe beste Voraussetzungen, um die Burg als kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Impulsgeber weiter zu stärken.

Quelle: https://esterhazy.at/presse/bufo-neue-geschichten

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