Burgenländer mit Energieversorgung zufriedener als Rest

Eine Studie des Instituts für Strategieanalysen zeigt: 94 Prozent der Burgenländer sind mit ihrer Energieversorgung zufrieden. Zudem beschäftigen sich die Menschen im östlichsten Bundesland deutlich intensiver mit erneuerbarer Energie als in anderen Regionen Österreichs.
Das Institut für Strategieanalysen (ISA) hat im Auftrag der Landesenergieversorger eine Erhebung zur Energieversorgung durchgeführt. Die Ergebnisse präsentierte ISA-Leiter Peter Filzmaier am Montag. Demnach sind 94 Prozent der Burgenländer mit der Energieversorgung zufrieden. Die Burgenland Energie sieht darin eine Bestätigung ihres Ziels, bis 2030 energieunabhängig zu werden.
Für die Untersuchung wurden 1.000 Burgenländer über 16 Jahre sowie 500 Personen aus anderen Bundesländern befragt, um Vergleichswerte zu erhalten. Ein zentrales Ergebnis: 62 Prozent der Burgenländer setzen sich sehr oder eher stark mit Energieversorgung auseinander. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im übrigen Österreich.
Windenergie im Burgenland deutlich akzeptierter
Besonders ausgeprägt ist laut Filzmaier das Regionalbewusstsein. Viele Burgenländer sind der Ansicht, dass ihr Bundesland bei der Energieversorgung mehr leistet als andere. Erneuerbare Energie genießt in der Bevölkerung hohe Anerkennung, vor allem die Windkraft stößt auf breite Zustimmung.
80 Prozent der Burgenländer halten Windenergie für wichtig, im Rest Österreichs sind es nur 68 Prozent, erklärte Christina Matzka von Triple M Matzka Insights.
Erzeugungskapazitäten mehr als verdoppelt
Der Vorstandsvorsitzende der Burgenland Energie, Stephan Sharma, sieht sich durch die Studienergebnisse in seinem Kurs Richtung Energieunabhängigkeit bestätigt. Die Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie seien in den vergangenen fünf Jahren von 470 Megawatt auf 1.200 Megawatt mehr als verdoppelt worden.
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) übte Kritik an der Bundesregierung. Angesichts steigender Energiepreise setze diese sich aktuell nur damit auseinander, die Spritpreise für die kommenden zwei Monate zu senken. „Das ist eine Maßnahme, die aus meiner Sicht viel zu kurz greift“, betonte er. Stattdessen müsse man sich damit beschäftigen, wie die Energiepreise für Wirtschaft und private Haushalte nachhaltig und dauerhaft gesenkt werden könnten.
Quelle: APA
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