Burgenland: 20 Gemeinden erhalten Millionen-Förderung

Das Burgenland unterstützt Kommunen mit über vier Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln bei Energieprojekten. Rund 20 Gemeinden haben bereits Zusagen erhalten und stoßen damit Investitionen von 5,5 Millionen Euro an.
Rund 20 burgenländische Kommunen haben Projektgenehmigungen für Energieeffizienz-Maßnahmen bekommen. Die Initiative des Landes mobilisiert ein Investitionsvolumen von etwa 5,5 Millionen Euro. „Wir helfen den Gemeinden, Fördergelder zielgerichtet zu nutzen. Dadurch sinken die Energieausgaben nachhaltig, die Budgets werden geschont und die Wirtschaft in der Region profitiert“, erklärt Johannes Stipsits, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland.
Vier Millionen Euro für Klimaschutz und Effizienz
Die Landesregierung stellte allen 171 burgenländischen Gemeinden einen Fördertopf von mehr als vier Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus EU- und Landesmitteln. Je nach Projekt werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Die Wirtschaftsagentur Burgenland wickelt die Förderung ab und begleitet die Kommunen von der Planung bis zur Umsetzung.
„Mit diesem Budget haben wir den Kommunen eine attraktive Möglichkeit geboten. Jede Gemeinde konnte selbst entscheiden, welche Vorhaben für sie sinnvoll sind – das Land stellte die Finanzierung und Unterstützung sicher. Unser Ziel war es, Anreize zu setzen, damit Energieausgaben dauerhaft sinken, CO₂-Emissionen reduziert werden und die Gemeindehaushalte entlastet werden“, betont Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann. Er versichert: „Wir lassen unsere Kommunen mit den derzeitigen Budgetbelastungen nicht im Stich. Das Land agiert als verlässlicher Partner und schafft finanziellen Spielraum vor Ort.“
Bis zu 2.500 Euro pro eingesparter Tonne CO₂
Die Förderung richtete sich an öffentliche Gebäude wie Volksschulen, Kindergärten, Gemeindeämter und Sportheime. Dort verursachen veraltete Heizungen und ineffiziente Beleuchtung hohe Kosten. Die Förderbedingungen waren klar strukturiert: Pro eingesparter Tonne CO₂ gibt es einen Zuschuss von bis zu 2.500 Euro. Ob LED-Straßenbeleuchtung, Dachdämmung oder Heizungstausch – die Gemeinden konnten frei wählen. Die Investitionskosten werden zur Hälfte abgefedert, gleichzeitig sinken die laufenden Energiekosten ab dem ersten Betriebstag.
Die Teilnahme erfolgte auf freiwilliger Basis. Nach Ausarbeitung und Genehmigung der individuellen Maßnahmenkonzepte gehen die Gemeinden nun schrittweise in die praktische Umsetzung über.
Unterwart, Steinbrunn und Wiesen als Vorreiter
Unterwart verfolgt einen umfassenden Ansatz: Die Gemeinde rüstet derzeit die gesamte Straßen- und Gebäudebeleuchtung auf LED um, installiert Photovoltaikanlagen auf vier öffentlichen Dächern und beschafft ein Elektrofahrzeug für den Bauhof. Dadurch werden jährlich rund 22 Tonnen CO₂ eingespart. Die Gemeinde erhält einen Förderzuschuss von 55.000 Euro.
In Steinbrunn liegt der Fokus auf der Wärmeversorgung: Das Gemeinschaftshaus wird thermisch saniert und von Gas auf eine Pelletheizung umgestellt. Die Sportplatzkantine bekommt eine Wärmepumpe, zusätzlich wird auf LED-Beleuchtung gewechselt. Insgesamt spart Steinbrunn so jährlich 85 Tonnen CO₂ ein und entlastet das Gemeindebudget nachhaltig. Auch die Marktgemeinde Wiesen nutzt die Fördergelder für die energiesparende Erneuerung ihrer Infrastruktur.
Impuls für regionale Wirtschaft
Die Förderschiene löst nicht nur Einsparungen bei den Gemeinden aus, sondern setzt auch Impulse für die regionale Wirtschaft. Das Investitionsvolumen von 5,5 Millionen Euro kommt lokalen Unternehmen zugute.
„Gemeinden wie Unterwart, Steinbrunn und Wiesen zeigen, wie es funktioniert: Sie setzten die Förderung ein, um ihre Infrastruktur zu modernisieren und sich langfristig von hohen Energieausgaben zu befreien. Die erfolgreiche Annahme der Förderschiene und der schrittweise Übergang in die Umsetzung belegen eindrucksvoll, wie groß der Bedarf und das Engagement in unseren Kommunen sind. Als Landesregierung stehen wir weiterhin fest an der Seite unserer Gemeinden und begleiten sie auf diesem Weg. Wir wollen, dass unser Burgenland lebenswert, unabhängig und bezahlbar bleibt. Gemeinsam haben wir hier einen wichtigen Schritt in eine nachhaltige und energieunabhängige Zukunft gemacht“, so Landesrat Leonhard Schneemann.
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