Burgenland: 94 Prozent zufrieden mit Energieversorgung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Energieunabhängigkeit 2030: Grafik zeigt Zufriedenheit, regionale Energie und Kosten auf einer Karte Österreichs mit Windrädern und Solaranlagen.
© Mit KI (Gemini) generiert

Eine aktuelle Studie des Instituts für Strategieanalysen zeigt breite Zustimmung für den Energiekurs des Burgenlandes. Die überwiegende Mehrheit der Befragten bewertet die Versorgung positiv und unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien.

Das Burgenland strebt bis 2030 Energieunabhängigkeit an – auf Basis eigener erneuerbarer Ressourcen. Eine Erhebung des Instituts für Strategieanalysen (ISA) belegt nun hohe Akzeptanzwerte in der Bevölkerung für diesen Kurs.

45 Prozent der Befragten bewerten die Energieversorgung im Bundesland als „sehr gut“, weitere 49 Prozent als „eher gut“. Damit liegt die Gesamtzufriedenheit bei 94 Prozent. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont, das Burgenland löse sich schrittweise von Öl- und Gasimporten und setze auf eigenen Strom aus Wind und Sonne.

Regionale Herkunft hat hohen Stellenwert

Für 72 Prozent ist es wichtig, dass Strom aus regionalen Quellen direkt aus dem Burgenland kommt. 81 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Ökostrom aus heimischen Quellen stammt. Studienleiter Peter Filzmaier spricht im Bundesländervergleich von Spitzenwerten.
Der weitere Ausbau der Erneuerbaren genießt breiten Rückhalt: Photovoltaik auf Dächern und Freiflächen befürworten 75 Prozent, die Windenergie sogar 80 Prozent. Damit übertrifft die Zustimmung zur Windkraft den österreichweiten Wert von 68 Prozent um zwölf Prozentpunkte.

Energiegemeinschaften bekannt und gefragt

74 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer (Österreich: 60 Prozent) kennen Energiegemeinschaften, 57 Prozent würden beitreten. Motive der Interessierten: geringe Stromkosten (73 Prozent), Versorgungssicherheit (65 Prozent), jederzeitiger Ausstieg (56 Prozent).

Der „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ der Burgenland Energie zählt bereits rund 70.000 Mitglieder. Sie nutzen direkt Wind- und Sonnenstrom aus dem Bundesland. CEO Stephan Sharma verweist auf einen Preis von 10 Cent pro Kilowattstunde als Unabhängigkeit von internationalen Energiebörsen.

Positive Wahrnehmung des Landesversorgers

Die Burgenland Energie punktet bei den Befragten vor allem mit Verlässlichkeit (78 Prozent). Als umweltbewusst sehen sie 67 Prozent, als kundenfreundlich 66 Prozent. Alle drei Werte haben sich gegenüber der ersten Befragungswelle vor drei Jahren verbessert, so Filzmaier.

In den vergangenen fünf Jahren konnte die Burgenland Energie die erneuerbare Erzeugungskapazität mehr als verdoppeln. Sharma spricht von einer der größten Transformationen der österreichischen Energieversorgung – von einem vor allem durch Windkraft geprägten Modell zu einem Gesamtsystem aus Windkraft, Photovoltaik, Speichern und Energiegemeinschaften.

Sharma erläutert, die Gaspreise seien in den letzten sechs Monaten um 140 Prozent, die Strompreise um 240 Prozent angestiegen. Das burgenländische Modell schaffe Unabhängigkeit von diesen Entwicklungen.

Quelle: https://burgenlandenergie.at/de/mediathek/energiestudie-bestaetigt-weg

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